Positionskämpfe oder echte Finanzierungsgespräche?

Als langjähriger Dauermieter einer Wohnung in St. Stephan und Matten bin ich auch treuer Nutzer der Schneesportanlagen. So gratuliere ich dem Gemeinderat von St. Stephan zur Stellungnahme «Schneesportler werden vor den Kopf gestossen» in der SZ Nr. 50. Ich kann jedes Wort nur unterstreichen! Die ganzen Diskussionen um die Abwehr eines Konkurses bringen für die Beteiligten nur negative Gefühle und binden die besten Energien zu echten Lösungsansätzen.

Dass alle Ortsansässigen im ganzen betroffenen Gebiet die Träger aller Anlagen sind und dass diese letztlich den Aufbau und die laufenden Verbesserungen erarbeitet haben, ist sicher unbestritten. Das jetzt zur Verfügung stehende Angebot ermöglicht auch an einem idealen Winterwochenende einem Touristenansturm gute Schneesporttage! Die «Sparvorschläge» reduzieren nicht nur die erarbeiteten Möglichkeiten der Einheimischen, sondern vermindern auch die Kapazitäten der Spitzentage und damit die Attraktivität des Wintersportgebietes. Die Schlange beisst sich in den Schwanz, bis sie sich selber gefressen hat! Das zupendelnde Nutzerpublikum bringt letztlich das Potential, das zur Finanzierung anzusprechen ist! Und zwar nicht primär für die Spitzentage, sondern für die Kapazitätsausnutzung in der übrigen Zeit.

Personen, die unter der Woche frei haben, Familien mit Kindern, RentnerInnen und Feriengäste sollen unter der Woche auch bei zweifelhaften Schneesport-Bedingungen animiert werden, die Bahnen zu benützen unter dem Motto: «Ich kann ja mal schauen!» Das tun sie aber nicht zu jedem Preis.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Abo nur für die Werktage Montag bis Freitag zum halben Preis? – Braucht eure Kräfte also nicht für Machtkämpfe um Positionen gegeneinander, sondern um gute Ideen miteinander zu realisieren zur Gewinnung neuer SchneesportlerInnen! Werner Stalder Trimbach/Matten