«Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen»

Stellungnahme der Bergregion Obersimmental-Saanenland zur Volksinitiative.

Die Bergregion Obersimmental-Saanenland lehnt die eidgenössische Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» klar ab.

Die Initiative ist weder zielführend noch löst sie irgend ein Problem in der Zweitwohnungsthematik. Die Initiative ist nicht durchdacht, weil sie nicht, wie von allen gewünscht, «warme Betten» fördert, sondern diese richtiggehend verhindert. Entgegen dem, was die Initiative vorgibt zu lösen, verschärft sie das Problem des Zweitwohnungsbaus sogar. Der Druck auf die Gemeinden steigt. Und das sind sehr viele, welche noch keinen 20%-Anteil an Zweitwohnung haben. Die flächendeckende Anwendung einer 20%-Regel für den Zweitwohnungsbau ist entschieden abzulehnen. Die Thematik des Zweitwohnungsbaus ist eine Herausforderung, die auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene erkannt wurde und der begegnet werden muss. Das Mitte 2011 in Kraft gesetzte neue Raumplanungsgesetz sieht vor, dass der Kanton zusammen mit den Gemeinden Massnahmen ergreift. Diese Arbeiten sind in vollem Gang, auch ohne einschneidenden Eingriff in die Gemeindeautonomie. Es ist im ureigensten Interesse unserer Tourismusorte, mit sinnvollen Massnahmen zu einer Stabilität und nachhaltig wirkenden Lösung für die Landschaft, die Umwelt, aber überhaupt auch für ein Leben in den Tourismus-orten beizutragen. Andererseits muss auch die wirtschaftliche Grundlage in den Tourismusregionen gesichert bleiben, die Arbeitsplätze.

Für die Bergregion Obersimmental-Saanenland:
Gemeinderatspräsident Christian von Känel, Lenk
Gemeindepräsident Aldo Kropf, Saanen
Gemeinderatspräsidentin Anne Speiser Zweisimmen
Gemeinderatspräsident Fritz Perren, St. Stephan
Gemeinderatspräsident Andreas Hutzli, Boltigen
Gemeinderatspräsident Ruedi Trachsel, Lauenen
Gemeinderatspräsident Martin Marti, Gsteig
Geschaftsführer Bergregion Andreas Grunig