«Schwarzpeterlispiel» in der Spitalfrage

Für mich ist die Entscheidung zur voraussichtlichen Schliessung der Spitäler in Saanen und Zweisimmen nicht überraschend. Das jahrelange Schwarzpeterlispiel zeigt aber auf, wie schwach diverse Führungspersönlichkeiten sind, wenn es um konkrete Entscheide zu fällen gilt. Nun, weitere Entscheide müssen nach der letzten Info, wenn auch unter Vorbehalt, nicht mehr gefällt werden, denn die Spitäler schliessen sich relativ rasch selber. Ihr glaubt ja nicht, dass die Angestellten nach solchen Aussagen bis zum letzten Tag ausharren. Alle werden sich bemühen so rasch als möglich anderswo einen Job anzunehmen, was zwangsläufig zur Schwächung der Substanz führt und unweigerlich zur automatischen Schliessung, da ein Spital ohne genügend vorhandenes Fach- und Hilfspersonal nicht mehr funktionsfähig ist. Die Schuldzuweisung für das Debakel an die Bevölkerung vom Saanenland und Obersimmental finde ich auch nicht akzeptierbar. Dass ein Akutspital in der ländlichen Region nicht kostendeckend betrieben werden kann, ist mir auch klar, aber als Steuerzahler muss ich mich schon fragen, warum in Spitalangelegenheiten nicht ein entsprechender Finanzausgleich zur Anwendung kommt? Der Trend zur Konzentration in die Ballungszentren scheint sich nun auch im Gesundheitswesen abzuzeichnen. Eine medizinische Leistung muss aber nach meiner Meinung ganz anders gewichtet werden als die Besorgung eines Ausweises, Planeinsicht auf dem Grundbuchamt usw. Einer von dahinten,

Hans Peter Flückiger, Lenk