Seit 1979 beschäftigt die Wilerbrücke

In der Vergangenheit wurde viel über die Wilerbrücke in Därstetten geschrieben. Viel Zeit wurde aufgewendet, um die alte, morsche Brücke bekannt zu machen.

Krampfhaft liefen oder laufen immer noch Bestrebungen, mit teurem Geld aus dem Lotteriefonds, die Brücke umzusiedeln und zu restaurieren. In der vergangenen Märzsession erlaubte ich mir, in der Fragestunde den zuständigen Regierungsrat zu fragen, wie viele Stunden für die Wilerbrücke seit dem Juni 1979 bereits aufgewendet wurde und welche Kosten für den Steuerzahler im Kanton Bern entstanden sind. Mit Befremden erhielt ich die Antwort: «Die seit dem 29. Juni 1979 von der Verwaltung aufgewendete Zeit kann leider nicht mehr eruiert werden, da verschiedene Direktionen und Ämter in die Arbeiten involviert waren». Weiter meint der Erziehungsdirektor Bernhard Pulver «bei der Denkmalpflege, sind Besichtigungen und Sitzungen im Umfang von 5 Stunden aktenkundig». Ist das nicht beschämend?

Stellen wir uns vor, wenn eine KMU in unserer Region sein Geschäft in diesem Missstand führen würde, würde diese in Kürze die Bilanz deponieren müssen! Ich frage mich ernsthaft, wie dann all die Begehungen und Sitzungen vor Ort, sowie all die Planungen und Aufwendungen, um die Brücke umzusiedeln, abgerechnet wurden! Als Steuerzahler im Kanton Bern fühle ich mich von solchen Missständen verschaukelt. Ich bin mir sicher, dass es im Kanton Bern noch x-solche «Lebensprojekte» gibt, wo sich verschiedene Damen und Herren, insbesondere von der Denkmalpflege, in Bern hinter solchen Projektarbeiten «verstecken». Thomas Knutti, Grossrat

Weissenburg