Simmewehr soll bleiben

In der Schweiz soll bekanntlich die Energiewende stattfinden, also die Transformation der fossilen Energieträger zu den erneuerbaren Energien.

Dies tönt eigentlich vernünftig, die Expertinnen und Experten sind sich alle einig: Es ist eine sehr grosse Herausforderung für diese und die nächste Generation. Es erstaunt umso mehr, dass die BKW, deren Hauptaktionär der Kanton Bern ist, freiwillig auf jährlich ca. 5 GWh erneuerbare Energie verzichtet und sogar bereit ist, dafür ca. 50 Mio. Franken zu investieren.

Dieser Umstand wird noch als ein Deal bezeichnet und als Umweltkompensation verkauft. Die Finanzierung hierzu ist natürlich gesichert, bzw. wir werden die Zeche im Strompreis dafür bezahlen müssen.

Parallel dazu läuft die politische Debatte, ob und wo es sinnvoll ist, Windparks und grosse Photovoltaikanlagen im Alpenraum zu installieren. Hier soll der politische Findungsprozess mit der erforderlichen Güterabwägung stattfinden. Es ist aber absolut nicht nachvollziehbar, eine bestehende Wasserkraftproduktionsanlage zurückzubauen.

Es ist zu hoffen, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und sich das Kantonsparlament zur kürzlich eingereichten Motion für den Erhalt des Simmewehrs in Wimmis bekennt.

Hier sollten sich die Politikerinnen und Politiker von links bis rechts finden, um dafür einzustehen, ohne daran denken zu müssen, ob sie nach ihrer politischen Karriere noch ein lukratives Verwaltungsmandat bei der BKW bekommen werden, wenn sie nun hier gegen den Rückbau sind. ,

Därstetten