Spital-Kundgebung in Bern am 15. Juni
Wegen dieses unseligen Zentralisierungsdogmas wurde der Region bereits viel Nützliches und Bewährtes weggenommen – aus «Spargründen». Jedoch aus gesamt-volkswirtschaftlicher Sicht und unter Berücksichtigung der vollen Kostenwahrheit wurde wohl kaum je wirklich gespart (Aus-, Umbau der Zentren, Einführung neuer Arbeitsabläufe in den Verwaltungen, Belastung der Verkehrsinfrastruktur, Belastung der Umwelt, Verlust von Arbeitszeit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber sowie auch von Angehörigen usw.).
Was sich nun der Kanton und STS AG in Sachen Spitalplanung geleistet haben, braucht hier nicht wiederholt zu werden (Planung des völlig illusorischen Spitalprojekts Saanenmöser ohne vorhandenes Bauland, Ausspielung der Talschaften gegeneinander, Hin- und Herinformationen und Verunsicherung des Personals, der Ärzteschaft und der Bevölkerung).
Immerhin sind sich nun in der Region alle beteiligten Parteien einig geworden, die schon immer vernünftigste Lösung, den Ausbau und die Weiterführung des Spitals Zweisimmen, zu unterstützen. Mehr noch, die Gemeindebehörden von Diemtigen bis Lenk rufen zu einer Kundgebung in Bern auf. Man kann mit guten Gründen für oder gegen eine solche Kundgebung sein. Jedoch die Einmütigkeit und Entschlossenheit der Gemeinden verdient Achtung. Und absolut kontraproduktiv wäre, wenn nur ein kleines Häufchen auf dem Rathausplatz stehen würde. Deshalb möchte ich Mut machen, das wohl sehr berechtigte Anliegen der Spitalversorgung in unserer Region zu unterstützen und sich am Freitag, 15. Juni auf dem Bundesplatz einzufinden! Peter Ryser, St. Stephan