Vergiften erlaubt? – Warum ich JA für die Konzernverantwortungsinitiative stimme
Mich macht es betroffen, wenn ich höre, dass im September 2018 in Tschad wegen Fahrlässigkeit ein ganzer Fluss mit Chemikalien vergiftet wurde. Dorfbewohner entlang des Flusses erlitten Brandverletzungen nach dem Kontakt mit dem Wasser und das Vieh starb, nachdem es davon getrunken hatte. Was war passiert? Die unsorgfältig konstruierten Auffangbecken von der Glencore-Ölproduktion waren gebrochen und das kontaminierte Wasser konnte so in den Fluss gelangen. In Zukunft müsste Glencore für einen solchen Zwischenfall geradestehen, oder noch besser: so bauen, dass es gar keine solchen Zwischenfälle gibt. Leider genügen freiwillige Massnahmen oft nicht und skrupellose Konzerne nutzen die Situation in denjenigen Ländern aus, wo keine funktionierende Justiz vorhanden ist.
Die Konzernverantwortungsinitiative ermöglicht, dass Geschädigte vor einem Schweizer Gericht Wiedergutmachung verlangen können.
Ist doch eigentlich selbstverständlich? Nein, ohne die Initiative leider nicht. , Lauenen