«Von der EU fern halten»

«…es sollte jedes Schweizers Augen öffnen und den Ansporn geben, sich mit aller Kraft von der EU fern zu halten» (wegen Fehlkonstruktion EU und Euro). Das schreibt Lorenz Dreier aus Weissenburg und ich frage mich, wie er sich das denn vorstellt mitten in Europa, umgeben von lauter Nachbarn? Die EU ist bekanntlich unser wichtigster Handelspartner und Nachbar. Dass das so bleibt und weiter entwickelt werden kann, setzen sich täglich Unternehmer, Diplomaten, Politiker und Touristiker dafür ein, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen im gegenseitigen Einvernehmen auszuhandeln. Wenn die EU und der Euro in den Augen des Leserbriefschreibers eine Fehlkonstruktion sind, dann werden unsere Beziehungen auch nicht besser, wenn wir uns fern halten. Fern halten bedeutet für mich die Diplomatie und die gegenseitigen Beziehungen einstellen. Machen wir das mit unseren privaten Nachbarn auf der anderen Seite des Gartenzaunes oder der Gemeindegrenze auch so? Das macht hoffentlich auch Lorenz Dreier nicht, auch wenn der Nachbar «Fehlkonstruktionen» produziert! Also liegt der Verdacht nahe, dass er in die lauthalse Wahlpropaganda seiner Volkspartei einstimmt und damit Misstrauen gegen diejenigen sät, welche die Früchte tragenden Beziehungen mit den Nachbarn und weiteren Partnern am Laufen halten müssen. Ist dann das Klima verseucht und die Verhandlungen gescheitert, dann sind wieder einmal die Anderen schuld: …zum Beispiel die «miese» Art des Bundesrates. Peter Wiedmer, Erlenbach