Warum es ein Ja zur KVI braucht
«Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen».
Die meisten Schweizer Unternehmen handeln verantwortungsvoll und müssen somit von der Konzernverantwortungsinitiative (KVI) auch nichts befürchten. Wenn jedoch gewisse Grosskonzerne Millionen von Franken in die Gegenkampagne investieren, frage ich mich schon, was sie zu verbergen haben.
Fassungslos lese ich zum Beispiel in einem Bericht von «Public Eye», dass in einem indischen Distrikt Hunderte Landarbeiterinnen und Landarbeiter vergiftet wurden, als sie auf Baumwollfeldern Pestizide ausbrachten. Mehr als 20 von ihnen starben. Ein für die Vergiftungswelle mitverantwortliches Insektizid stammte aus der Schweiz.
Obwohl dieser Wirkstoff in der Schweiz wegen seiner Gefährlichkeit für Gesundheit und Umwelt längst nicht mehr zugelassen ist, wurden 2017 allein nach Indien rund 75 Tonnen davon exportiert.
Eigentlich fordert die KVI bloss eine Selbstverständlichkeit: Wer einen Schaden anrichtet, soll auch dafür geradestehen – noch besser wäre natürlich, wenn gar kein Schaden entstehen würde.
Da immer mehr negative Beispiele ans Licht kommen, versucht die Konzernlobby nun, die Bevölkerung mit falschen Behauptungen zu verunsichern.
Lassen wir uns nicht täuschen und stimmen am 29. November Ja zur Konzernverantwortungsinitiative. Wir haben zwar nicht das Budget der Konzernlobby, aber unser Stimmrecht; machen wir davon Gebrauch, denn jede Stimme zählt.