Wohin mit der Schweizer Neutralität?

Diese Frage wird heiss diskutiert und man ist sich im Parlament, den Parteien und auch im Volk nicht einig, wie die Neutralität in Zukunft aussehen soll. Einige Kreise würden es sogar begrüssen, die Neutralität ganz aufzugeben.

Ich denke, es ist wichtig, einen historischen Blick auf die Schweizer Neutralität zu werfen. Sie hat die Schweiz während des 1. und 2. Weltkriegs vor unsäglichem Leid und Elend bewahrt. Es ist hierbei klar zu erwähnen, dass sie, insbesondere auch während des Zweiten Weltkriegs, stark diskutiert und infrage gestellt wurde. Die Schweizer Regierung hat damals dem Druck von aussen nicht nachgegeben und sich auch dank der starken Initiative des damaligen Generals Henri Guisan, welcher die totale Unabhängigkeit der Schweiz erhalten wollte, nicht aufgegeben.

Am Schluss des 20. Jahrhunderts kann man bilanzieren, die Neutralität ist überlebenswichtig für eine eigenständige und souveräne Schweiz. Warum sollte man einen so wichtigen Wert der Schweiz aufgeben? Ich bin überzeugt, dass sie uns auch im dritten Weltkrieg schützen würde. Die einzigen zwei Bedingungen hierfür sind, dass wir auch wirklich neutral sind und eine eigene Armee haben, welche im Verteidigungsfall einsatzbereit und wirksam ist.

Wie meine ich das? Wenn die Schweiz richtig neutral ist nach Haager Abkommen von 1907, dann hat sie im UNO-Sicherheitsrat nichts zu suchen. Keine Waffen an Kriegsparteien oder Drittstaaten zu verkaufen resp. zu liefern. Sich in keine inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen. Keine Staaten zu sanktionieren und ihnen somit den Wirtschaftskrieg zu erklären.

Sich immer für den diplomatischen Weltfrieden einzusetzen und in Konflikten als Vermittler anzubieten.

Die Schweiz braucht eine bewaffnete Neutralität, daher eine einsatzfähige Milizarmee, welche gut ausgerüstet sein muss, beliefert von der einheimischen Rüstungsindustrie und den KMUs. Sie soll in der Lage sein, die Schweiz zu verteidigen – ohne Unterstützung.

Alle Partnerschaften mit dem NATO-Kriegsbündnis sind zu kündigen und auf keinen Fall zu vertiefen! Eine Annäherung oder ein Beitritt bringt der Schweiz einen Souveränitätsverlust und ein enormes Sicherheitsrisiko, da man ein legitimes Angriffsziel (als Bündnisfall Art.5) resp. Kriegspartei wird.

Es ist klar, dass hinter jedem Krieg die staatlichen Eliten stehen und ihre Gier nach mehr Grösse, Macht oder Geld. Es ist aber auch klar, dass genau dieselben Menschen innerhalb kürzester Zeit jeden Krieg auf der Welt beenden könnten. Deshalb hat Bundesrat Berset für einmal recht mit seiner Äusserung, der Westen (also die USA und Europa) seien in einen Kriegsrausch verfallen. Auch wenn die pro USA ausgerichteten Medien dies scharf kritisieren, muss ich sagen, hatte er mit dieser Aussage recht.

Denn weder ein Macron, ein Scholz noch ein Biden haben sich jemals für eine friedliche Lösung engagiert. Nein, sie wollen Frieden schaffen mit Waffen, und die amerikanische Rüstungsindustrie mit Geld vollstopfen, damit das Imperium USA aufrechterhalten werden kann.

Friedensforscher und die Friedensbewegung werden diffamiert und als Unmenschen dargestellt, ob man die Ukraine ihrem Schicksal überlassen wolle. Ich frage mal, was haben denn bisher diese Waffenlieferungen genützt?

Mehr Tote auf beiden Seiten, unschuldige Menschen, mehr zerstörte Städte und das Risiko eines Atomwaffen-Konflikts ist so hoch wie noch nie. Dabei könnten Biden, Selenski und Putin den Krieg per sofort beenden, denn in einem sind sich die drei ja einig, jeder Krieg endet am diplomatischen Verhandlungstisch, warum nicht jetzt?

Noch etwas, ich verstehe nicht, warum wir uns durch die Medien, Aussagen von Politikern in eine schlechte Richtung lenken lassen.

Wenn man nach dem Grundsatz von Daniele Ganser gehen würde, wir sind eine Menschheitsfamilie und jeder hat das Recht aufs Leben, dann würde es keinen Krieg geben. In Europa gibt es gute Menschen und in Russland auch. Russland hat 145 Millionen Einwohner, davon sind 25520000 Kinder und 23490000 Senioren, welche auch diskriminiert und verpönt und aus der Menschheitsfamilie ausgeschlossen werden, mit dem Hass und der Hetze welche die Medien und die Politiker machen gegen Russland.

Generell muss sich jeder fragen, warum trägt er zum Krieg bei. Ich sah vor einem guten Jahr in dieser Zeitung ein anonymes Inserat, welches sagte «Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin», das sagt wohl alles.

Fazit, die Schweiz muss neutral bleiben, wenn wir nicht zum legitimen Angriffsziel werden wollen. Im Ernstfall schaut jeder für sich und niemand auf die Schweiz, in der Corona-Pandemie ja schon erlebt.

Wenn wir die Schweiz erhalten wollen und keine Bilder wie in der Ukraine in unseren Städten, Gassen und Dörfern sehen wollen, müssen wir unbedingt neutral bleiben. Jeder, der will, dass die jungen Männer der Schweiz nicht in den Krieg ziehen müssen auf fremden Boden, jeder der seinen Urenkeln die heutige Schweiz erhalten will, jeder, der den Kindern den Kriegsalltag ersparen will und jeder, der die Schweiz erhalten will, unterschreibt die Neutralitätsinitiative.

Für den Frieden, die Sicherheit, die Unabhängigkeit und für das Leben unserer Kinder. Danke für Eure Unterstützung. , St. Stephan