Rege Tätigkeit bei Boltigen-Jaunpass-Tourismus

Beatrice Rösti hat demissioniert und Silvia Bichsel (1inks) ist neu gewählt.

Beatrice Rösti hat demissioniert und Silvia Bichsel (1inks) ist neu gewählt.

Boltigen-Jaunpass-Tourismus, als selbständiger Verein im Rahmen von Lenk-Simmental-Tourismus, führte unter dem Vorsitz von Präsident Fred Stocker im Hotel Rawyl, Weissenbach seine ordentliche Hauptversammlung durch. Der Vorsitzende konnte Touristiker aus Lenk, St. Stephan und Zweisimmen als willkommene Gäste begrüssen. Dem ausführlichen Bericht über das vom 1. Mai bis 31. Dezember 2009 dauernde verkürzte Geschäftsjahr konnte entnommen werden, dass viele Projekte angegangen worden sind. Vollenden konnte man die Erneuerung des Wanderweges Ruhren-Zimmerboden, die Themenwege im Sparenmoos mit Zweisimmen zusammen, den Spielplatz Grydbödeli und die neuen Bänke auf Schiltenegg und Dürrenlos. Nachdem im Gislibüel Tisch und Sitzgelegenheiten montiert worden sind, soll nächstens eine vom Baukader Schweiz gespendete Grillstelle errichtet werden. Wintersportler, die im Tourismusbüro in Reidenbach eine Tageskarte erwerben, erhalten als willkommene Zugabe ein Stück Käse der Alpkäserei Jaunpass.

Die verkürzte Jahresrechnung 2009 schliesst mit einem Gewinn von 1100 Franken ab, und das Budget 2010 sieht ein Plus von 1600 Franken vor.

Die langjährige Leiterin des Tourismusbüros, Evelyn Salvisberg, hat wegen Mutterschaft gekündigt. Am 1. Februar trat Elsbeth Gobeli an ihre Stelle. Der Präsident (Fred Stocker), Patricia Krebser, Jürg Niederhauser und Fritz Gautschi wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt, und für die zurückgetretene Beatrice Rösti wählte man Silvia Bichsel als Gewerbevertreterin. Als Delegierte an die Generalversammlung der Lenk-Simmental-Tourismus AG (LST) wurde Patricia Krebser bestimmt.

Nebst den alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen und Projekte will der Verein im laufenden Jahr das Projekt «Bruchsee» auf dem Jaunpass mit Hilfe der Gemeinde vorantreiben. Da dem Pass-See die Verlandung droht, wird ein Ausbaggern angestrebt. Auch die Begehbarmachung des alten Kohlenbergwerks in Schwarzenmatt soll weiter verfolgt werden. Der anwesende Geschäftsführer der LST AG, Eduardo Zwyssig, präsentierte am Schluss der Versammlung die Strategie der Destination. Seine Marketing-Organisation sieht vor, Gäste zu holen und auch zu halten. Im Fokus sieht er den Raum Südwest-Deutschland sowie die Städte Basel und Zürich. Zu den übrigen Destinationen des Berner Oberlandes soll ein Gleich-Gewicht geschaffen werden, mit gemeinsamen Unterkunftslisten und einer umfassenden Internet-Plattform www.berneroberland.travel. Wichtig ist ihm auch die Aktion «Qualität Simmental», die seit 2009 durch die LST finanziert wird. Mit dem Agro-Tourismus zusammen soll die Marke Simmental einheitlich auftreten. Seit November 2009 wird Alp-Kultur weiterentwickelt, das heisst Verbindungen zwischen Alp- und Landwirtschaft mit dem Tourismus zu schaffen. Nur mit dieser Zusammenarbeit habe die Destination eine Chance. Informationstagungen für Landwirte aus der Region sind schon aufgegleist. Die Vision sieht vor, dass der Gast längs der Simme immer wieder die Alp-Kultur erlebe. Hans Jungi

Die Leiterin des Tourismusbüros Evelyn Salvisberg wird von Präsident Fred Stocker verabschiedet.

Die Leiterin des Tourismusbüros Evelyn Salvisberg wird von Präsident Fred Stocker verabschiedet.