Regen war kein Spielverderber am Boltiger «Buremärit»

Bereits zum 18. Mal fand am vergangenen Samstag der Buremärit statt. 15 Bauernfamilien aus Boltigen sowie fünf Gäste boten ein vielseitiges Angebot an hochwertigen, natürlichen und ursprünglichen Produkten an. Die sehr schön hergerichteten Marktstände luden zum Kauf der «Klassiker» Alp- und Hobelkäse, sowie weiterer Käsespezialitäten, Milchprodukte, Fleischwaren, Backwaren, Konfitüren, Sirups, Handarbeiten, Nutz- und Zuchtvieh und vieles mehr ein. Bauern und Besucher liessen sich vom Regenwetter die gute Laune nicht verderben.

Die Boltiger-Jugend steht mit ihren «PS-Monstern» für den Umzug bereit.

Die Boltiger-Jugend steht mit ihren «PS-Monstern» für den Umzug bereit.

Am Buremärit werden nicht nur Produkte verkauft, sondern die Besucher haben auch die Gelegenheit bei deren Herstellung zuzuschauen.

Klares Wasser

Manch einer genoss «Schluck» oder «Britsche» beim Käsen von Hanspeter Sumi, staunte wie Adolf Treuthard Seiltücher knüpfte oder liess sich von Brennmeister Samuel Järmann erklären, wie aus vergorenen Äpfeln «klares Wasser» entsteht.Die Zuschauer wurden während dem ganzen Tag mit Blasmusik der Boltigmusik, Alphornklängen der Alphorngruppe Mittagsfluh, Jodellieder der Jodelgruppe Alpengarten, oder Schwyzerörgelimusik der Äbnit-Sister’s bestens unterhalten.

Attraktionen am laufenden Band

Daneben genossen vor allem jüngere Besucher den Ritt auf einem Pony oder die Fahrt mit der Pferdekutsche durchs Dorf. Für das kulinarische Wohl war ebenfalls gesorgt u.a. durch Suppe mit Spatz und Grümpelwurst aus der alten, pferdegezogenen Miltärküche. Beim Kinderumzug mit schön geschmückten Tret-Traktoren und sonstigen (Land-)maschinen schlug manch einem Besucher das Herz höher.

Gut ein Dutzend Gewinner des Wettbewerbs durften schöne, von den Standhalter gespendete Naturalpreise mitnehmen. Der Hauptgewinn, ein Kälbchen, ging an Annemarie Guggisberg Taubenthal.

OK mit neuen Gesichtern

Am Abend sorgtet die Band RADYS mit ihrem breiten Repertoire aus Volksmusik, Schlager, Rock und Pop für ausgelassene Feststimmung bis in die frühen Morgenstunden.

Nach 17 Jahren trat Anni Bieri als OK-Präsidentin zurück und mit ihr auch Finanzchef Hans Amport, Festwirt Hans Matti und Elektriker Dani Gerber. Für diese sehr grosse Lücke im Organisationskomitee konnte glücklicherweise Ersatz gefunden werden. So steht die Festwirtschaft nun unter der Leitung von Eliane Karlen, als Elektriker amtet neu Mathias Minnig, um die Finanzen kümmert sich Adrian Moser und als OK-Präsident koordiniert neu Adrian Bieri den Buremärit. Die abtretenden OK-Mitglieder erhielten für ihr Herzblut einen Käse in Herzform und Grosis-Bräzeli als Wegproviant. Zudem können sie sich bei einem Stockhornbrunch selber kulinarisch verwöhnen lassen, statt für Andere zu sorgen.

Ein herzliches Merci gebührt den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, denn ohne sie liesse sich ein solcher Anlass nicht durchführen und am allerwichtigsten den Standhaltern, denn sie sind das Herzstück des Buremärits, im symbolischen und im wörtlichen Sinn. Adrian Bieri

Prächtig hergerichteter Märitstand mit allerhand Gaumenfreuden.

Prächtig hergerichteter Märitstand mit allerhand Gaumenfreuden.