Gemeindeversammlung

Verdienstvolle Bürger und Bürgerinnen geehrt

Die Jahresrechnung der Gemeinde Boltigen schliesst besser ab als budgetiert, aber dennoch mit einem Mehraufwand von fast 15000 Franken. Sara Gerber aus Oberwil wird die neue Boltiger Gemeindeschreiberin.

Das elfjährige Langlauftalent Marc Bürki ist stolz und zeigt Freude an der Urkunde, die ihm Gemeindepräsident Niklaus Meinen übereicht. Text und Bild: Fritz Leuzinger

Das elfjährige Langlauftalent Marc Bürki ist stolz und zeigt Freude an der Urkunde, die ihm Gemeindepräsident Niklaus Meinen übereicht. Text und Bild: Fritz Leuzinger

Gemeindepräsident Niklaus Meinen war enttäuscht: «Die neun geehrten Botschafter Boltigens hätten mehr Ehre verdient als nur von 44 Stimmenden.» Die Gemeindefinanzen standen an der Boltiger Gemeindeversammlung im Hotel Bergmann in Reidenbach im Vordergrund. Diese und alle weiteren Vorlagen waren nicht umstritten.

Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von 5,315 Mio. Franken und einem Ertrag von 5,300 Mio. mit fast 15 000 Franken defizitär ab. Mit dem Mehraufwand wird das Eigenkapital belastet. Nettoinvestitionen wurden für 350 000 Franken getätigt, vorgesehen waren 561 000 Franken.

Rückvergütung: 162 000 Franken

Der Spitalgemeindeverband Obersimmental hat den Akutbereich an den Kanton abgetreten und dadurch seinen ursprünglichen Zweck verloren. Der neue Gemeindeverband «Liegenschaften Spital Zweisimmen» bleibt im Besitze der nicht spitalbetriebsnotwendigen Gebäude und Grundstücke. Das entsprechende Organisationsreglement wurde angepasst und von Boltigen als eine der vier Verbandsgemeinden genehmigt. Auch der vorliegenden Verteilschlüssel – für Boltigen 15,83 Prozent – zur Rückvergütung der Gemeindeanteile ist eine Folge des Eigentumsüberganges an die neuen Spitalträgerschaften. Boltigen hat sich zwischen 1988 und 2001 mit rund 254 000 Franken an den Spitalinvestitionen beteiligt. Die Rückvergütung aus der Pauschalabgeltung des Kantons beträgt 162 000 Franken.

Wasserversorgung Eschi

Einmal mehr beschäftigt die im Bau befindliche Wasserversorgung Eschi die zuständigen Stellen. In der Streusiedlung ist vorgesehen zwei Häuser und eine Scheune vom Ausgleichsbecken zu versorgen. Eine weitere Liegenschaft kann aber nur ungenügend versorgt werden. Das erweiterte Projekt sieht den Kauf der Eggmattli-Quelle vor. Für die Kleinwasserversorgung Eschiegg mit dem entsprechenden Leitungsnetz und den dazugehörenden Bautätigkeiten wurde einem Kredit von 260 000 Franken zugestimmt.

Wahlen im November

Gemeindeschreiber Ernst Schletti geht Ende 2007 in Pension. Ratspräsident Hermann Maurer durfte bekannt geben, dass in Sara Gerber aus Oberwil eine Nachfolgerin gefunden werden konnte. Die zweite Mitteilung war die Demission von Gemeinderat Peter Hanimann. Unterschiedliche Ansichten hätten Hanimann zum vorzeitigen Rücktritt bewogen. Das Finanzressort ist bis zu den Neuwahlen im November beim Ratspräsidenten angesiedelt.

Auch in Boltigen wurde das Reglement der Tourismusförderungsabgabe (TFA) an die zur Destination gehörenden Gemeinden Lenk und St. Stephan angepasst und vereinheitlicht. Weiter lag die Umparzellierung und die damit verbundene Aufteilung in das Finanz- oder in das Verwaltungsvermögen der 5881 Quadratmeter grossen Fuhrenmatte vor.

Die Geehrten

Es ist in Boltigen Tradition, eingangs der Frühjahrsgemeinde besonders verdiente Berufsleute, Sportler und Leute, die sich für das Gemeindewohl verdient gemacht haben mit einer Urkunde auszuzeichnen. Für den guten Lehrabschluss waren dies Thomas Matti als Elektroniker bei der RUAG mit 5,4 und Stephan Rieben als Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank mit 5,4.

Im Sport erhielt die Auszeichnung Judoka Walter Bettler als Oberländer Meister bis 73 Kilogramm. An den BOSV-Langlaufmeisterschaften sorgte der elfjährige Marc Bürki zusammen mit Chantal Karlen, Chantale Rieben, Susi Meinen und Ursula Gerber für Podestplätze in verschiedenen Klassements.

Der 77-jährige Hans Jungi hat sich als Initiant der Baulandeinzonung Jaunpass sowie für den Bau und Betrieb des Aegerterhus die Urkunde verdient gemacht.