Wiedereröffnung des Bruchmandliwegs
Spass und Spiel in der Natur
Der wiedereröffnete Bruchmandliweg ist ein attraktives Angebot für Familien, nur wenige Meter vom Parkplatz auf dem Jaunpass entfernt und doch mitten in der Natur.
Lisa Poschung zerschnitt das rote Band, im Hintergrund Gemeinderatspräsident Alain Poschung, Annika Hofmann von Lenk-Simmental-Tourismus, Michael Rindlisbacher, Anna Bieri (ehemalige Gemeindepräsidentin), Gemeinderat Erhard Schenk und Gemeindepräsident Albert Wampfler.
© Charlotte Engstad
Die Einwohnergemeinde Boltigen hatte den 2014 fertiggestellten Bruchmandliweg vor geraumer Zeit zusammen mit anderen touristischen Aufgaben übernommen. Danach war bei einer Kontrolle festgestellt worden, dass Mängel vorlagen, und der Weg wurde deshalb geschlossen. Am Samstag, 29. August, war es dann so weit: Die Gemeinde hatte zur Wiedereröffnung mit anschliessendem Gäste- und Einheimischen-Apéro eingeladen.
Wenn alle am selben Strick ziehen, geht etwas voran
Gemeinderatspräsident Alain Poschung begrüsste die über fünfzig Anwesenden bei der Grillstelle Hälsli: «Der neu eröffnete Weg ist ein Angebot für Familien, Einheimische und Gäste, und bietet die Möglichkeit, unsere schöne Landschaft zu entdecken.» Er dankte den Sponsoren und den Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit und schloss mit den Worten: «Wir wollen auf die gute Zusammenarbeit anstossen! Wenn alle am selben Strick in dieselbe Richtung ziehen, gelingt viel.» Auch Gemeindepräsident Albert Wampfler dankte allen, die an der Renovation beteiligt waren.
Unterwegs mit dem Bruchmandli
Das nach dem Col de Bruche (Jaunpass auf Französisch) benannte Mandli ist mit allen Tieren des Waldes befreundet. Es ist so klein, dass es sich im Spinnennetz verheddert und von den Ameisen gerettet werden muss. Auf Infotafeln in Deutsch und Französisch wird die Geschichte vom Bruchmandli und seinen Freunden erzählt und allerlei Wissenswertes über die Landschaft dargelegt. Für grössere Kinder gibt es Fragen, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen.
Ein Erlebnis für die ganze Familie
Am Eingang des Wegs wurde das rote Band von Lisa Poschung durchgeschnitten, und im Laufe von Sekunden hing bereits das erste Kind an der Tyrolienne. Der idyllische Pfad führte durch den Wald über Wurzeln und Steine, gesäumt von Heidelbeerstauden. Kinder jeden Alters, Eltern und Grosseltern spazierten gespannt weiter zu den nächsten Stationen. Die verschiedenen Geräte und Einrichtungen begeisterten die Kinder, vom Flaschenzug mit einer Schüssel für Tannzapfen über den Wippbalken und die herzige Bienen-Federwippe bis zum Baumstumpf-Parcours. Wagemutige konnten sich auf dem Balancierband versuchen, begleitet von einer stützenden Hand. Der Erlebnisweg ist auch mit Sitzgelegenheiten ausgestattet und lädt zum Verweilen ein.
Der Anlass schloss mit einem gemütlichen Apéro ab, mit Glacé für die Kinder.
Der Baumstumpf-Parcours erfordert Trittsicherheit.
© Charlotte Engstad