Den Wirtschaftsraum Thun-Innertport stärken

Nach der Ablehnung der Regionalkonferenz im Thun Oberland West haben sich der Wirtschaftsraum Thun (WRT) und die Region Thun-Innertport (TIP) darauf geeinigt, die Regionalentwicklung in Zukunft besser zu koordinieren. Unter dem Namen Planungsverein Entwicklungsraum Thun (ERT) wollen die 13 Gemeinden der Agglomeration Thun – inkl. Wimmis, Erlenbach, Därstetten, Oberwil und Diemtigen – gemeinsame Wirtschaftsförderung betreiben.

Nachdem die Regionalkonferenz Thun-Oberland West als Ersatz für die Planungsregionen Thun-Innertport, Obersimmental-Saanenland und Kandertal abgelehnt worden war, befassten sich die Verantwortlichen der Region TIP sowie des WRT mit der weiteren räumlichen, verkehrsmässigen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Sie beschlossen, die Arbeiten in Zukunft besser zu koordinieren und damit die Agglomeration Thun gegenüber dem Kanton zu stärken. Zu diesem Zweck wurde die auf freiwilliger Basis existierende Einfache Gesellschaft Wirtschaftsraum Thun WRT unter der Bezeichnung Planungsverein Entwicklungsraum Thun in die von Gesetzes wegen existierende Region TIP eingegliedert.

Unterstützung durch die Wirtschaft

Neu ist, dass an der Delegiertenversammlung des TIP in Zukunft die Gemeinderatspräsidentinnen und -Präsidenten selber oder in deren Abwesenheit ihre definierten Stellvertreter/innen im Gremium Einsitz nehmen und über die verschiedenen Geschäfte in den Bereichen Siedlung, Verkehr und Landschaft beraten und beschliessen. Die Kommission ERT wird sich im Auftrag des TIP in der bisherigen Zusammensetzung (Stadt Thun und zwölf umliegende Gemeinden) unter dem Vorsitz des Thuner Stadtpräsidenten weiterhin um die gemeinsame Wirtschaftsförderung und Standortpromotion kümmern. Diesem Vorhaben stehen auch die lokalen Wirtschaftsverbände positiv gegenüber.

Zeigen dass es weitergeht

Die bisherigen Geschäftsführer (Melchior Buchs, TIP und Philippe Haeberli, WRT) behalten ihre Aufgaben. Mit der Zusammenführung der beiden Regionalorganisationen erhoffen sich die Verantwortlichen eine bessere Effizienz in der Entwicklung der Region und eine Stärkung gegenüber dem Kanton. Die neue Organisation wird per 1. Januar 2012 in Kraft treten. Damit will man sich gegenüber dem Kanton in eine stärkere Position bringen und vorzeigen, dass es trotz der Ablehnung der Regionalkonferenz Thun - Oberland West weitergeht. PD/Ernst Hodel