Balkon statt Ring am Stockhorn?

Die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) hat dem Thuner Regierungsstatthalter ihren Bericht zur geplanten Aussichtsplattform in der Stockhorn-Nordwand zukommen lassen. Sie sagt Nein zur geplanten ringförmigen Konstruktion. Das Projekt wurde im Grundsatz als sehr gut bezeichnet, hingegen erachtete die ENHK den technischen Eingriff als heikel. Vom Gebiet Walalpgrat und von der Bachegg aus gesehen, würde die Konstruktion als störend empfunden. Das hatten auch die vier Organisationen Mountain Wilderness, Schweizerischer Alpenclub, Pro Natura und Stiftung Landschaft Schweiz in ihren (hängigen) Einsprachen geltend gemacht.

Für bewilligungsfähig hält die Kommission den Bau eines an der Stockhornwand befestigten schlichteren Aussichtsbalkons. Regierungsstatthalter Marc Fritschi hat die Stockhornbahn AG aufgefordert, ihm mitzuteilen ob man am Baugesuch festhalten, das Projekt ändern oder zurückziehen will. Anschliessend werde über das weitere Vorgehen zu entscheiden sein. Alfred Schwarz, Geschäftsführer der Stockhornbahn AG will zusammen mit dem Verwaltungsrat nach diesem Bericht «über die Bücher gehen». Er ist der Ansicht, dass man Lösungen finden dürfte: «Wir haben in einer frühen Planungsphase die Variante Balkon ebenfalls geprüft, diese aber dann zugunsten der attraktiveren, ringförmigen Aussichtsplattform verworfen». Ernst Hodel