3. Hauptversammlung Verein Kita Obersimmental
Kita ist nicht mehr wegzudenken
Mit diesen Worten begrüsste Präsident Hans-Jörg Pfister erfreut die zahlreich erschienenen Eltern, Vereinsmitglieder, Vertreter der Gemeinden wie auch das vollständig anwesende Kita-Team.
Am letzten Donnerstag fand die 3. Hauptversammlung des Kindertagesstätte- und Tageselternverein Kita Obersimmental statt. Hans-Jörg Pfister, als Präsident des Vereins, und Marc Aellen, als Kassier, berichteten über das vergangene Jahr.
Positives Ergebnis und gute Auslastung
Die Kita ist auch im vergangenen Jahr wie ein erfolgreiches Unternehmen geführt worden. Schlanke Kostenstrukturen und viel ehrenamtliche Arbeit trugen u. a. zu einem positiven Ergebnis bei. Der Kinderanteil aus den Obersimmentaler Gemeinden beträgt für Lenk momentan 37.45%, für Zweisimmen 26.7%, für St. Stephan 24.56% und für Boltigen 2.23%. Ende 2010 wurden 41 Kinder von 35 Elternpaaren in Zweisimmen und Lenk mit fast sieben Vollzeitstellen betreut. Freie Plätze können zurzeit auch mit Kindern aus anderen Gemeinden aufgefüllt werden.
Bewegtes Jahr 2010
Das letzte Jahr war für die Kita ein sehr bewegtes Jahr. Mit dem Aufhören von Caroline Kopp, die massgeblich am Aufbau der Kita beteiligt war, musste ein verlässliche Nachfolgerin gefunden werden. Zum 1. Dezember letzten Jahres wurde mit Agnes Bütikofer eine kompetente Leiterin gefunden. Mit dem Weggang von Monika Marmet, die wieder mehr ihrem Beruf als Kindergärtnerin im Zweisimmer Kindergarten nachgeht, und Renate Siegenthaler musste auch für das Team neues Personal gesucht werden. Beide hatten die Kita seit der Gründung mit ihrer Kompetenz und ihrem Fachwissen tatkräftig unterstützt.
Neueröffnung Kita Lenk
Kurz nach der Eröffnung der Kita-Filiale Anfang November 2010 waren die sechs Betreuungsplätze bereits gut belegt. Vorstand, Kita-Team und vor allem auch die Lenker Kita-Eltern waren froh, dass nach langer Suche die Wohnung im Tennishüsli gemietet werden konnte. Leider zeigte sich schnell, dass die Räumlichkeiten, vor allem Küche, Schlaf- und Büroraum sehr eng sind. Es gibt kaum Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen und -fahrzeuge. Die enge Treppe ist für eine Gruppe mit Kleinkindern auch nur schwierig zu meistern. So geht die Suche nach neuen, kindgerechten Räumlichkeiten in Lenk weiter. Die Kita wäre froh um jede Hilfe von Seiten der Gemeinde und Bevölkerung. Am 23. Juni kann die Kita Lenk am «Tag der offenen Tür» besichtigt werden.
Wie die schnelle Auslastung der neu eröffneten Kita in Lenk zeigt, erfüllt die Kita ein echtes Bedürfnis und ermöglicht den Eltern, vor allem den Müttern, weiterhin berufstätig zu bleiben und nicht den Anschluss im Beruf zu verlieren. Zufriedene Eltern bestätigten, dass sie mit gutem Gewissen ihre Kinder in der Kita abgeben. Die Kinder werden nicht abgeschoben. So betonte auch Hans-Jörg Pfister: «Die Kinder werden nicht nur professionell betreut sondern auch in ihrer Kompetenz und Selbständigkeit gefördert.
«Kinder dürfen Kinder bleiben»
Der neuen Kita-Leiterin Agnes Bütikofer ist es wichtig, dass die Kinder Kinder bleiben dürfen und dazu gehört auch, dass sie manchmal mit dreckigen Kleidern zurück kommen. Das Team geht viel mit den Kindern nach draussen. Auf Spaziergängen wird die Natur erkundet und die Kinder können ihrem Bewegungs- und Forschungsdrang nachgehen.
Im Laufe des Jahres werden verschiedene Themen behandelt. Melanie Freitag, Auszubildende im 2. Lehrjahr, hatte sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Thema «Essen» beschäftigt und dieses in der Kita umgesetzt. So wurden mit den Kindern verschiedene Zmorge oder Zvieri zubereitet und ausprobiert. Auf spielerische Art wurde erarbeitet, was gesundes und was weniger gesundes Essen ist. Zurzeit beschäftigen sich Kita-Team und Kinder mit dem Thema «Frühling».
Hans-Jörg Pfister sprach im Namen von Vorstand und Eltern dem gesamten Team einen grossen Dank aus, denn nur mit dessen grossem Einsatz und Flexibilität konnte die manchmal schwierige Zeit sehr gut gemeistert werden.Kerstin Kopp