Bastian Baker eröffnete mit Schwester Maryne die Jazz Tage an der Lenk

Am vergangenen Freitag, 10. Juli – die Luft bereits von den hochsommerlichen Temperaturen aufgeheizt – brachten die Geschwister Kaltenbacher das Zelt auf dem Kronenplatz zum Glühen. Ging bei diesem Namen noch kein Licht auf, dann doch spätestens, wenn Bastian Baker nach seiner Schwester Maryne die Bühne betrat.

Maryne wärmte das Publikum für ihren Bruder Bastian Baker auf.

Maryne wärmte das Publikum für ihren Bruder Bastian Baker auf.

© Isabelle Poschung

Maryne, alias Marine Kaltenbacher eröffnete die Jazz Tage Lenk 2026 auf der Bühne am Kronenplatz. Maryne ist vielleicht noch nicht ein so geläufiger Name, hat sie doch mit ihrem ersten französischsprachigen Titel «De Haut», die Top 50 der Schweizer Radiocharts sowie die Top 20 in der Romandie erreicht und gar in Frankreich und Belgien Aufmerksamkeit erregt. Nachdem sie lange Zeit vor allem auf Englisch textete, soll im Herbst dieses Jahres ihr erstes französischsprachiges Album rauskommen. Die Melodien von «You Should Know», «Overdose» oder «Show Me» werden schon einige im Radio zufällig aufgeschnappt und sogar den Rest des Tages als Ohrwurm mit sich mitgetragen haben. Die glockenhelle Stimme, begleitet von Keyboarder Mathieu, bestätigte ihre Entscheidung, den Traum Profi-Wakeboarderin zu werden, hinter ihre musikalische Karriere anzustellen.

Der «Traum aller Schwiegermütter» solo unterwegs

Auch Marynes fünf Jahre älterer Bruder hatte sich gegen eine Sportkarriere als Eishockeyspieler entschieden und das Leben als Popstar gewählt. Seine Fans danken es ihm, begeistert Bastian Baker doch offensichtlich Musikfreunde jeden Alters: Auf dem Kronenplatz stiess das Konzert von Bastian Baker auf grosse Begeisterung und die Textzeilen wurden bei Jung und Alt gleichermassen mitgesungen.

Bastian interagierte sehr aktiv mit seinem Publikum und wusste dieses auch zwischen den Songs bestens zu unterhalten. Während seiner Solo Acoustic Tour, wo er dem Publikum viel näher ist als in grossen Hallen, beobachte er während seinen Konzerten oft die gleichen sozialen Muster: Da seien doch immer wieder Männer im Publikum zu entdecken, welche ihre Partnerinnen begleiten und offensichtlich keine Ahnung hätten, wen sie heute auf der Bühne zu hören bekommen.

Bastian Baker wusste mit Witz durch den Abend zu führen, jeder fand sich in seinen Anekdoten wieder und so war es keine Überraschung, dass Baker an diesem Abend den Status von «everybodys darling» auf sicher hatte.

Weitere Highlights folgten: So unter anderen beim Lunch-Konzert am Samstag, 11. Juli im Hotel Wildstrubel mit den Crossgarden Swingcopators feat. Bernita Bush und Special Guest Kat Baloune an der Bluesharp. Am Abend gab es tollen Big-Band-Sound auf der Hauptbühne am Kronenplatz mit dem Pasadena Roof Orchestra als weiteren Höhepunkt der Jazz Tage Lenk.

Genussvoll konnte am Sonntag mit dem Jazz-Brunch im Lenkerhof gourmet spa resort gestartet werden. «The Crush sorgten mit viel Groove und Spielfreude für beste Stimmung. Energiegeladen ging es am Sonntagnachmittag mit Boog & Brina weiter. Alain Boog und Nico Brina die Besucher mit auf eine Reise voller Boogie Woogie, Blues und Rock’n’Roll. Mit höchstem Tempo spielten die beiden die Tasten und begeistertem das Publikum mit Charme, Lebensfreude, Spielkunst und Gesang.

Zweifellos, die instrumentale Zusammensetzung von Schörgeli mit Bass, Gitarre, Drums und Schwyzerörgeli, liessen letzten Montagabend auf dem Kronenplatz an der Lenk einiges erwarten, und das zahlreiche Publikum wurde nicht enttäuscht.

Bastian Baker sorgte für einen gelungenen Auftakt der Jazz Tage Lenk 2026.

Bastian Baker sorgte für einen gelungenen Auftakt der Jazz Tage Lenk 2026.