Jazz Tage Lenk vom 10. bis 18. Juli 2026

Ein fulminanter Schlusspunkt zum Abschluss der Jazz Tage Lenk

Elektrisierende Bühnenpräsenz, eine enorme Stimme und funky Beats sorgten für einen perfekten Abschluss der Jazz Tage 2026.

Justina Lee Brown – eine Stimme der Extraklasse.

Justina Lee Brown – eine Stimme der Extraklasse.

© Peter Wyssmüller

Bevor am m Samstag, 18. Juli, auf der grossen Bühne das letzte Konzert der Jazz Tage Lenk 2026 stattfand, begeisterten noch namhafte Künstlerinnen und Künstler auf der Lenker Jazzbühne das Publikum: So unter anderem am Mittwochnachmittag, 15. Juli 2026 wurde Ueli Schmezer mit seinen Mitmusikern von einigen hundert begeisterten Konzertbesuchenden – Klein und Gross – gefeiert. Am Abend ging es dann für die Erwachsenen weiter: Das durchaus jazzig angehauchte MatterLive-Konzert sprach an und die Mitsing-Fraktion im Publikum war beachtlich gross.

Das Elliott Marks Trio liess die Blues-Fans mit krachendem Blues-Rock zur Apéro-Time am Donnerstagnachmittag im Kronegärtli aufhorchen. Am Abend gab es dann Blues-, Soul- und Funk-Power pur an der Blues-Night mit Vanessa Collier und Band auf der Hauptbühne. Am Freitagnachmittag, 17. Juli waren Latino Rhythmen und Sommermelodien zum Apéro im Kronegärtli mit der Combo «Bio de Schaneiro» zu hören. Bevor der Abend später mit «The Magic of Santana» ganz im Zeichen und Erbe des grossen Gitarristen Carlos Santana.

Beim letzten Konzert am Samstagabend war es dann auch an der Zeit zum Merci-Sagen. OK-Präsident André Brunner dankte zuerst den Anwohnern für ihre Geduld, dann allen freiwilligen Helferinnen und Helfern und zuletzt dem OK: «Jedes Mitglied wendet im Durchschnitt zwischen 50 und 60 Arbeitsstunden auf! Ein riesengrosses Merci!»

Märchenhafte Musikkarriere

Als Justina Lee Brown 1984 im Ghetto von Lagos, Nigeria, von einer obdachlosen 17-jährigen Mutter zur Welt gebracht wurde, deutete nichts auf eine märchenhafte Musikkarriere hin. Die kleine Justina half ihrer Mutter beim Verkauf von Wasserbeuteln auf dem Markt. Zum Zeitvertreib sang und tanzte sie, Passanten steckten ihr Münzen zu. Im Laufe ihrer Jugend sang sie in verschiedenen Kirchenchören. Mit 22 Jahren belegte sie bei einem nigerianischen Gesangswettbewerb den zweiten Platz und erlangte dadurch nationale Bekanntheit. Bis heute hat sie Auftritte in über 30 Ländern bestritten, sechs Studioalben herausgegeben sowie die Swiss Blues Challenge und den Swiss Blues Award gewonnen. An der European Blues Challenge erreichte sie den 2. Platz.

Konzert der Extraklasse

Die einzigartige Mischung aus Afro-Funk, Gospel, Soul, Jazz und Blues begeisterte auch das Publikum an der Lenk: funky Beats, ein aussergewöhnliches Stimmregister und eine elektrisierende Bühnenpräsenz. Der vokale Ausdruck reichte von sanft und mild über traurig und verzweifelt bis zu mitreissend fröhlich oder wild, roh und kraftvoll und setzte einen Schlusspunkt der Extraklasse unter die Jazz Tage Lenk 2026.

Positiver Rückblick

Im Kurzinterview vor dem Konzert gab OK-Präsident André Brunner eine vorläufige Zusammenfassung: «Die Jazz Tage sind sehr gut verlaufen, wir sind zufrieden. Der Freitag mit Bastian Baker war ein fantastischer Start. Das Wetter hat auch mitgespielt, wir konnten alle Aussenarrangements durchführen. Die Besucherzahlen sind gut, das Feedback ist zu 99 Prozent positiv. Mein persönliches Highlight war Vanessa Collier am Donnerstag – eine coole Powerfrau, die Gas gibt. Ich möchte die einheimische Bevölkerung dazu einladen, das Programm auch nächstes Jahr anzuschauen. Wir bieten nicht nur traditionellen Jazz, sondern viele andere spannende Stilrichtungen!»