Mitgliederversammlung Lenk Tourismus
Marianne Messerli ersetzt Hanspeter Frautschi
Die Mitglieder von Lenk Tourismus wählten Gemeinderätin Marianne Messerli in den Vereinsvorstand. An der Lenk ist es die Alpkultur, im Graubünden der Steinbock – Professor Stefan Forster stellte das «Center da Capricorns» vor.
Das Wildstrubelmassiv an der Lenk. Die Naturschönheiten sind für die Tourismusregion Lenk-Simmental von besonderem Wert.
Mit der Destinationsgründung der Lenk-Simmental Tourismus AG im 2003 erhielt die Mitgliederversammlung von Lenk Tourismus eine zweitrangige Bedeutung. Alle operativen Tätigkeiten hat der Hauptaktionär an die Destination LST AG übertragen. Von Präsident Hans Neuenschwander, gleichzeitig auch Präsident der LST AG, war zu vernehmen, dass wohl unter dem Dach der Destination aber analog St. Stephan und Boltigen mit einer bevorstehenden Statutenanpassung auch Lenk Tourismus den juristischen Status eines Ortsvereines mit beschränkter Autonomie bekommt. Die zum Vereinskässeli degradierten Finanzen weisen einen Gewinn von fast 900 Franken aus. Das Ausscheiden von Hanspeter Frautschi aus dem Lenker Gemeinderat begründete seine Demission im Verein Lenk Tourismus. Sein Platz nimmt Gemeinderätin Marianne Messerli (Volkswirtschaft) ein. Für die Delegiertenversammlung der Destination LST AG vom 25. März wurden keine Anträge gestellt.
Ein kurzes Geschäftsjahr
Die Zusammenfassung über das kurze Geschäftjahr der LST AG hatte Informationscharakter. Mit einem Blumenstrauss wurde Nicole Schulze, verantwortliche für Kultur und Events der Stiftung Kulturförderung Lenk, willkommen geheissen. Als Orientierung stellte Eduardo Zwyssig als neuer Geschäftsführer der LST AG die in verschiedenen Bereichen ins Auge gefassten Strategien vor. Die Qualität Simmental soll in der Destination etabliert und die Idee «Enjoy Switzerland» weitergeführt werden. Eduardo Zwyssig: «Um der Kernkompetenz der erstklassigen Gästeinformation vor Ort Rechnung zu tragen, wurden die Öffnungszeiten des Tourismusbüro den Bedürfnissen angepasst. Diese Massnahme wurde positiv wahrgenommen.» Unter anderem wurde das Reservationssystem Feratel durch Deskline abgelöst. Auch wird zur Umsetzung der Destinationsverdichtung mit der Marketingkooperation Berner Oberland beigetragen. Die finanziell negativen Auswirkungen auf die Kurzjahr-Rechnung der LST AG wurden begründet mit Personalaufstockungen und Einarbeitungszeiten von alten zu neuen Stelleninhabern. Auch die Temporäreinsätze zur Erfassung aller Kurtaxenpflichtigen Objekte, neu kamen 360 bisher nicht registrierte Objekte dazu. Auch generierten die Besuche von fünf Messen in den acht Monaten hohe Initialkosten.
Spielplatz – Lenkerseeli
Zur Sommersaison 2011 wartet Alpkultur Lenk mit einem einzigartigen Kinderspielplatz für den Familienort auf. Dafür bestimmt ist die 8000 Quadratmeter grosse Parzelle nördlich angrenzend an das Naturschutzgebiet Lenkerseeli. In der Zone für Sport- und Freizeitanlagen sind vier Spiel- und Funbereiche geplant. Der «Erlebnispark» ist ein Abbild einer Alp mit Streichelzoo. Die «Bewegung» steht für verschiedene naturnahe Spielgeräte und im «Gestaltungsbereich» tragen Steine und Wasser zur Kreativität der Kinder bei. Die Begegnungszone mit Kiosk soll zum Treffpunkt für Eltern und Kinder werden. Für die Bauherrschaft zeichnet Lenk Simmental Tourismus AG, Adrian Gsponer ist Projektleiter: «Zur Realisierung des Spielplatzes werden einheimische Materialien eingesetzt. Die ganze Anlage soll im Sinne von Alpkultur Lenk in die Natur integriert werden.» Das entsprechende Baugesuch wurde eingereicht. Auch die Finanzierung ist zugesichert, jedoch noch nicht bestätigt.
«Center da Capricorns»
Als Gastreferent hat Professor Stefan Forster von der Fachstelle Tourismus und nachhaltige Entwicklung sein Projekt «Center da Capricorns» im bündnerischen Wergenstein präsentiert. Wie an der Lenk mit Alpkultur ist auch im Lande des Steinbocks Natur und Kultur ein Bedürfnis.
Der hektische Gast aus der städtischen Anonymität zeigt Interesse an einer Ortsbindung aber auch vermehrt der Musse und Gemütlichkeit. Professor Forster fasste seine Rahmenbedingungen zusammen: «Der wahre Luxus von Morgen ist das einzigartige eigene Produkt. Es spiegelt die gesellschaftlichen Sehnsüchte nach wahren Werten.» Fritz Leuzinger