Gemeindeversammlung in Oberwil

Ehemaliges Salzlager wird Gemeinde-Werkhof

An der Einwohnergemeindeversammlung vom 19. Mai 2026 in Oberwil waren 7,05% der möglichen Stimmbürger anwesend, um über die Jahresrechnung und über zwei Verpflichtungskredite zu befinden.

Dieses Gebäude im Heidenweidli soll künftig der Gemeinde als Werkhof dienen.

Dieses Gebäude im Heidenweidli soll künftig der Gemeinde als Werkhof dienen.

© Marlen Schär

Gemeindepräsident Bernhard Gerber begrüsste die Anwesenden zur Frühjahrsversammlung in der Turnhalle in Oberwil. Er gab das Wort gleich weiter an Gemeindeverwalter Nils Fiechter, der die Jahresrechnung erläuterte. Vorgängig wurden die Jahresrechnung sowie alle weiteren Traktanden im Oberwiler Blitz vorgestellt und in alle Haushalte verschickt. So konnten sich die Anwesenden bereits im Vorfeld ein erstes Bild über die jeweiligen Geschäfte machen.

Die Jahresrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von rund 62000 Franken ab, budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 13903 Franken. Dies ist hauptsächlich auf die Anpassung des Wertes der Liegenschaft Hüpbach zurückzuführen. Der Wert wurde erstmals seit dem Bau berichtigt. Die Steuereinnahmen liegen über 50000 Franken über dem budgetierten Ertrag. Der Souverän nahm Kenntnis von den Nachkrediten und genehmigte die Jahresrechnung 2025.

Werkhoflösung gefunden
und Belagsarbeiten in Waldried

Schon lange wird in der Gemeinde Oberwil nach einer Lösung für einen Werkhof gesucht, nun scheint diese gefunden. Die Gemeinderäte Christian Ueltschi und Dominik Blatti informierten über die Pläne rund um den Werkhof. Das Salzlager des Kantons im Heidenweidli liegt direkt an der Kantonsstrasse und wird vom Kanton nicht mehr als solches genutzt. Nun kann es die Gemeinde Oberwil kaufen und mit einigen, kleineren baulichen Veränderungen zu einem Gemeindewerkhof umfunktionieren. Dem Verpflichtungskredit von 180000 Franken – dieser beinhaltet den Erwerb, die Reparaturen und die Umbauten – wurde trotz einiger Bedenken vom Souverän zugestimmt.

Ebenso wird der Strassenbelag in Waldried saniert, geplant ist dies vom Abzweiger Richtung Ried (Chrüzschür) bis nach Waldried zum letzten Haus. Es seien nicht viele Subventionen zu erwarten, erklärte Christian Ueltschi, deswegen wurde bei der Planung auch darauf geachtet, die Kosten niedrig zu halten. Auch gegen diesen Verpflichtungskredit in der Höhe von 90000 Franken hatte niemand etwas.