Schönheit und Simmental

Der ehemalige BMW-Chefdesigner Chris Bangle antwortete einst in einem Interview zur Frage der perfekten Schönheit und Form: Das Simmentaler Bauernhaus. Symmetrie, Harmonie und Ausstrahlung schlicht schön. Das Simmental verdient Schönheit, erst recht, wenn es in Abstimmungs- und Wahlkämpfen plakativ oft hässlich malträtiert wird.

Sonja Kurth und David Zürcher kandidieren für die Grossratswahl Ende März. Sie sind überzeugt, dass ihre wenigen Plakate schön in der Landschaft Simmental sind.

Sonja Kurth und David Zürcher kandidieren für die Grossratswahl Ende März. Sie sind überzeugt, dass ihre wenigen Plakate schön in der Landschaft Simmental sind.

© Matthias Kurt

Die Mitte will cool mit ihren Plakaten dem Simmentaler Ideal gerecht werden. Dosiert: mit zehn Teamplakaten und je sechs Einzelplakaten Sonja Kurth Reber, Christian Haueter und David Zürcher, also nur 28 Plakate im Saanenland und Simmental. Sonja Kurth und David Zürcher gingen sogar persönlich plakatieren und sie versuchten die Plakate so schön wie möglich in die Landschaft zu setzen. Ihre Schönheits-Logik ist smart: «2022 zählte der Wahlkreis Oberland 65% Nichtwähler. Für diese muss das überplakatierte Oberland schlicht hässlich sein. Wir versuchen, mit Schönheit einzelne 2022-Nichtwähler, zum Wählen zu motivieren!» (Siehe auch Inserat)

Im schönen, grossen Bildungsroman «Zauberberg» lässt Thomas Mann den humanistischen Demokraten Settembrimi sagen: «Schöne Worte sind wichtig für gute Taten.» Die Plakate der Mitte verkünden im Simmental mit seinen fantastischen Zauberbergen eine ähnliche Botschaft: Schöne Plakate stehen für gute Politik.

Sonja Kurth und David Zürcher liessen sich sogar von der intensiven Saaner Sonne spontan inspirieren: «Wenn jemand uns die Standorte aller Mitte-Plakate zeigen kann, werden sie ganz herzlich zu einem feinen Essen eingeladen.»