Aus dem Gemeinderat
Kiesabbau Griesseney
Der heute bewilligte Abbauperimeter in der Griesseney liegt im Unterlauf des Dürrenwaldbaches und wird in den kommenden Jahren vollständig genutzt sein.
Die KIESTAG (Kieswerk Steinigand AG, Werk St. Stephan) plant nun in der Griesseney den weiteren Kiesabbau, einschliesslich der Wiederauffüllung und der Rekultivierung. Im Weiteren sieht das Projekt vor, einen Teil der Auffüllung als Inertstoffdeponie zu betreiben.
Was sind Inertstoffdeponien? Inertstoffdeponien sind Deponien mit einer speziellen Bewilligung des Kantons auf denen primär nicht verwertbare mineralische Bauabfälle und unverschmutztes Aushubmaterial, das nicht andersweitig verwertet werden kann, abgelagert werden.
Teilrevision Ortsplanung (Umsetzung Gefahrenkarte)
Die Gesetzgebung von Bund und Kanton verlangt von den Gemeinden, dass sie die Naturgefahren bei der Ortsplanung und bei Bauvorhaben in Gefahrengebieten berücksichtigen.
Im Jahr 2007 wurden die Ingenieurbüros IGG Kellerhals + Haefeli AG und Kissling + Zbinden AG beauftragt, für das Gemeindegebiet von St. Stephan eine Naturgefahrenkarte zu erstellen.
Die Gefahrenkarte muss in den Zonenplan umgesetzt werden.
Nach Absprache mit dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) erfolgt dies im Rahmen einer Teilrevision der Ortsplanung.
Öffentliche Mitwirkung
Der Gemeinderat führt für die Überbauungsordnung «Kiesabbau Griesseney» und die Umsetzung der Gefahrenkarte in die Ortsplanung vom 26. April bis 25. Mai 2012 ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durch. Die Unterlagen können auf der Gemeindeverwaltung eingesehen werden. Während der Auflagefrist kann jedermann schriftlich und begründet Eingaben einreichen. Am 10. Mai 2012 abends werden beide Planungen der Bevölkerung anlässlich einer Orientierungsversammlung im Detail vorgestellt.Beat Zahler