Berner KMU-Vertreter versammelten sich in St. Stephan

Über 150 Berner KMU-Vertreter trafen sich zu ihrer ordentlichen Herbst-DV in St. Stephan. Im Mittelpunkt der Versammlung stand ein Gastreferat von Peter Jakob. Der Trubschacher Unternehmer ist Verwaltungsratspräsident der Langnauer SCL Tigers und war eine der Triebfedern bei der Sanierung des Eishockeystadions in Langnau. Der lokale Handwerker- und Gewerbevereinspräsident Kilian Wyssen hatte die Gäste zuvor mit sympathischen Worten willkommen geheissen.

Sie waren die Hauptdarsteller an der DV der Berner KMU in St. Stephan: Toni Lenz, Berner KMU-Präsident, Kilian Wyssen Präsident HGV St. Stephan, Gastreferent Peter Jakob, Langnau/Trubschachen, Christoph Erb, Direktor Berner KMU.

Sie waren die Hauptdarsteller an der DV der Berner KMU in St. Stephan: Toni Lenz, Berner KMU-Präsident, Kilian Wyssen Präsident HGV St. Stephan, Gastreferent Peter Jakob, Langnau/Trubschachen, Christoph Erb, Direktor Berner KMU.

Die markigen Begrüssungsworte des umtriebigen Gewerbevertreters aus St. Stephan fanden grossen Anklang bei den KMU-Delegierten: Kilian Wyssen stellte – gekleidet im schicken Bärner Mutz – den Anwesenden die touristischen Vorzüge der Gemeinde und des Tals vor und wies auf die, von der Firma Holzwerk Rieder AG angeführten, vierzig lokalen KMU-Betriebe des Gastgeber-Orts hin.

Kritik an der Energiepolitik

KMU-Präsident Toni Lenz kommentierte in seiner Begrüssungsansprache die Abstimmungsresultate vom 23. September: «Die Stimmberechtigten haben bei den Themen Pauschalbesteuerung, Motorfahrzeugsteuern und Passivrauchen die Interessen der Berner KMU gewürdigt und unsere Anliegen mit schönen Mehrheiten unterstützt». Er forderte die Politik auf, die anstehende Sanierung der kantonalen Pensionskasse und den Primatwechsel nun endlich zu vollziehen: «Die Unterdeckung darf aber nicht auf dem Buckel der Steuerzahler erfolgen».

Nicht nachvollziehbar ist für den Berner KMU-Präsidenten auch die Verquickung von Überzeitabbau und zusätzlichen Ferientagen für das Staatspersonal. Er rechnet dafür mit 200 neuen Kantonsstellen und 20 Millionen Mehrkosten. Die Regierung hat dafür nur gerade 16.7 Stellen und 2 Millionen Mehrkosten ausgemacht.

Weder die Energie-Initiative «Bern erneuerbar» noch der grossrätliche Gegenvorschlag ist für den KMU-Präsidenten annehmbar: «Die Energiepreise müssen gerade auch für die KMU-Betriebe konkurrenzfähig bleiben und der damit verbundene Milliarden-Aufwand wäre vom Berner Gewerbe gar nicht zu bewältigen. Dass sich Unternehmer in einem Unterstützungskomitee formiert haben, erstaunt mich schon. Da stehen wohl Eigeninteressen im Spiel!»

Berner Marsch und Schoggi-Albristhorn

Die von den lokalen KMUs sehr gut vorbereitete DV dürfte bei den Teilnehmenden in bester Erinnerung bleiben. Dazu trug auch das «Rahmenprogramm» in der bestens geeigneten Mehrzweckhalle bei: Gute Unterhaltung – inklusive Berner Marsch – bot das Trio Zeller, Speise und Trank lieferten der Gasthof Stöckli und die Bäckerei Gübelin und das Präsent in Form von Nidel-Lebkuchen und Schoggi-Albristhorn hatte die Raiffeisenbank Obersimmental gesponsert.

Ernst Hodel