Gemeindeversammlung in St. Stephan

Der Skibus fährt auch in der kommenden Wintersaison

Am vorletzten Dienstag, 26. Mai 2026, nahmen 30 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in der Aula im Dachgeschoss der Mehrzweckhalle Moos an der Frühlingsgemeindeversammlung teil. Alle Traktanden wurden einstimmig im Sinne des Gemeinderates genehmigt.

Der Skibus fährt auch die künftigen Wintersaisons auf den Lengebrand.

Der Skibus fährt auch die künftigen Wintersaisons auf den Lengebrand.

Gemeindepräsident Patrick Aegerter begrüsste die Anwesenden und übergab für das erste Traktandum an Gemeindeverwalter Beat Zahler. Dieser erläuterte die Jahresrechnung, die sich aus den drei Spezialfinanzierungen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung , Abfallentsorgung und dem allgemeinen Haushalt zusammensetzt. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 60 251.37 Franken ab. Dies ist eine Besserstellung gegenüber dem Budget von 93 226.37 Franken. Besonders erfreulich entwickelte sich die Wasserversorgung, die einen Ertragsüberschuss von rund 84 000 Franken erwirtschaftete. Dazu beigetragen haben unter anderem die Einnahmen aus der Stromproduktion, welche weiterhin einen wichtigen Beitrag an die Rechnung leisten. Das Total des noch nicht abgeschriebenen Verwaltungsvermögens der Wasserversorgung beträgt per Ende 2025 5 325 146.50 Franken.

Skibus Matten-Lengebrand
fährt weitere fünf Jahre

Die Schlussabrechnung des Verpflichtungskredits für den Skibusbetrieb wurde der Versammlung zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Stimmberechtigten hatten im Jahr 2021 für fünf Wintersaisons einen Kredit von 600 000 Franken bewilligt. Die Gesamtkosten beliefen sich über die fünf Jahre auf rund 517 000 Franken. Dank Beiträgen unter anderem von St. Stephan Tourismus sowie einem Anteil der Ersteintritte von den Bergbahnen konnten die Nettokosten auf rund 353 000 Franken reduziert werden. Damit wurde der bewilligte Kredit um rund 83 000 Franken unterschritten. Als Gründe nannte der Gemeinderat insbesondere die von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Betriebszeiten der Bergbahnen sowie den variierenden Einsatz von Zusatzbussen an Spitzentagen.

Der Gemeinderat schlug im Traktandum 3 vor, den Busbetrieb um weitere fünf Jahre zu verlängern. «Das Angebot hat sich bewährt», betonte Gemeinderätin Sonja Perren, «und wird sowohl von der einheimischen Bevölkerung als auch von Übernachtungsgästen geschätzt.» Die Zusammenarbeit mit dem Transportunternehmen AFA funktioniere gut.

Die Verantwortlichen stellten fest, dass sich die Nutzung in den vergangenen Jahren insgesamt stabil entwickelt hat. Hauptnutzer seien Einheimische und Feriengäste. Gemäss Finanzplanung sei die Weiterführung des Angebots finanziell tragbar.

In der anschliessenden Diskussion wurde das Angebot grundsätzlich begrüsst. Mehrere Votanten regten jedoch an, den Betrieb zu optimieren, und kritisierten die Leerfahrten. Kritisiert wurde, dass der Bus aufgrund seiner Konzession und der damit verbundenen Transportpflicht auch dann gemäss Fahrplan verkehren müsse, wenn die Nachfrage gering sei oder die Bahnanlagen nicht in Betrieb seien. Der Gemeinderat zeigte Verständnis für diese Anliegen und sicherte zu, die Rahmenbedingungen gemeinsam mit der AFA zu besprechen und mögliche Optimierungen zu prüfen. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass die Konzession auch Vorteile mit sich bringt, etwa hinsichtlich Kapazität und Beförderungsmöglichkeiten. Nach Informationen des Gemeinderats darf nämlich eine konzessionierte Linie auch Gäste transportieren, die stehen. Durch die Stehplätze kann die Kapazität verdoppelt werden. Dies hat natürlich einen sehr grossen Vorteil während der Stosszeiten und es müssen auch weniger Zusatzbusse eingesetzt werden. Sonja Perren wies auch darauf hin, dass sich Gruppen im Vorfeld unbedingt anmelden sollen, damit der Transport reibungslos funktioniere. Deshalb beantragte der Gemeinderat die Fortführung des Skibusses für weitere fünf Wintersaisons. Die Gemeindeversammlung stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu.