Flugbenzin auf Flugplatz St. Stephan ausgelaufen

Flugbenzin auf Flugplatz St. Stephan ausgelaufen

Nachdem am 5. Oktober um ca. 17.30 Uhr auf dem Flugplatz St. Stephan ein PKW mit einem Lastwagen kollidierte, floss aus der Anhängerzisterne Flugbenzin aus und drohte in die nahe gelegenen Abwasserschächte und den Bach zu fliessen. Als die Flugplatzfeuerwehr der Armee durch die anwesende Militärpatrouille angefordert wurde, alarmierten diese die Ortswehr St. Stephan und den Ölwehrstützpunkt Zweisimmen und ergriffen erste Sofortmassnahmen.

Die aufgebotenen Wehrkräfte erstellten einen Dreifachbrandschutz, dichteten die Abflussschächte ab und erstellten eine Sperre im Bach, um das ausgelaufene Medium aufzufangen.

Zum Glück nur eine Alarmübung

Das jederzeit mögliche Szenario war eine organisierte Übung der zuständigen Offizieren aus Armee und den Feuerwehren St. Stephan und Zweisimmen. Diese war Teil der laufenden Luftwaffenübung «Stabante».

Als der Flugplatz St. Stephan noch in Betrieb war, fanden regelmässig Übungen mit Feuerwehr und Armee statt. So war dies nach langer Zeit wieder eine der ersten gemeinsamen Tätigkeiten, bei der die Zusammenarbeit trainiert werden konnte.

Trotz Problemen eine lehrreiche Übung

War die Übungsannahme realitätsnah, stellten sich doch bald Probleme ein.

Die zuerst eingetroffenen Einsatzkräfte stellten ihre Fahrzeuge zu nahe am Ereignis ab und hätten sich in einem Ernstfall selbst gefährdet. Ebenfalls war unter den drei Parteien nicht ganz klar, wer nun den Einsatz in einem solchen Fall leitet. Die Unklarheit in der Führungsebene zog den Ablauf des Einsatzes in die Länge. Schnelles Handeln könnte grössere Folgeschäden stark verringern.

Nach einer gemeinsamen Übungs-Besprechung und einer intensiven Nachbesprechung in den jeweils eigenen Reihen, konnte jeder Beteiligte vom Soldaten bis zur Führungskraft seine lehrreichen Schlüsse aus der Übung ziehen. Diese wurden bei einem anschliessenden zweiten Teil bei einer Bratwurst und Bier vertieft.Martin Feuz, Feuerwehr Zweisimmen