Vielerorts grosse Veränderungen zum Schuljahresbeginn
Im angelaufenen Schuljahr 2011/ 2012 wird im Kanton Bern schon an der dritten Klasse Französisch-Unterricht erteilt. Diese Neuerung verblasst im Simmental angesichts der grossen Veränderungen, die fast an allen Orten – Lenk, Därstetten und Wimmis bilden die Ausnahmen – wirksam werden.
Überall – wie hier in der Sporthalle Wiriehorn - nahm eine erwartgsvolle Kinderschar das neue Schuljahr in Angriff.
Erster Schritt auf der Reise
7.35 Uhr, Erlenbach: Am Eingang zum Sekundarschulhaus begrüssen der Erlenbacher Sekundarschulpräsident Hermann Wiedmer und der Schulleiter Thomas Hari zehn neue Sekundarschülerinnen und -schüler aus Oberwil und vergleichen die Situation mit dem ersten Schritt zu einer neuen Reise. Die Oberwiler Kinder hatten bisher die Sekundarschule in Boltigen besucht und fahren nun, entsprechend dem Beschluss der Oberwiler Gemeindeversammlung, mit der BLS talauswärts statt -einwärts zur Schule. Mit dem Zuzug der Oberwiler Schüler hat der seit 1894 bestehende Sekundarschulverband erstmals eine Aufstockung erfahren.
Am ersten Schultag kribbelt es
8.15 Uhr, Diemtigtal: In der Tennis- und Sporthalle Wiriehorn haben sich alle 246 Schülerinnen und Schüler der neu unter einer Leitung stehenden Volksschule Diemtigen versammelt. Gemeinderat und Schulkommissionspräsident Ruedi Wyss informiert über die umfangreichen Änderungen, die die Diemtiger Schul-Reorganisation mit sich bringt: Die Schulhoheit wurde der Verantwortung der Gemeinde übertragen; neu trägt eine einzige Schulkommission die Verantwortung; eine Schulleiterin übernimmt alle Aufgaben der bisherigen örtlichen Schulleitungen und aus vier Schulkreisen wurden deren drei.
Sonnenblumen-Spalier
8.55 Uhr, Zweisimmen: In Erwartung ihrer neuen KlassenkameradInnen aus St. Stephan, haben die Zweisimmer Schüler die Zugangsstrasse zur Schulanlage mit hübschen Motiven bemalt. Ausgestattet mit Sonnenblumen, heissen sie ihre neuen «Gschpänlis» aus der Nachbarsgemeinde im neuen Oberstufenzentrum Zweisimmen willkommen. Als Zeichen der Verbundenheit, des Zusammenwirkens und der Vernetzung flechten sie klassenweise ein riesengrosses Spinnennetz
St. Stephan plant einen Ausbau
Infolge des Umzuges der Oberwiler Sekundarschüler von Boltigen nach Erlenbach und der St. Stephaner Oberstufenschüler nach Zweisimmen reduzieren sich die Klassenbestände an diesen beiden Orten. Nach der Zusammenlegung der drei Schulkreise plant die Gemeinde St. Stephan die Konzentration der Talschule im Schulzentrum Moos. Reduzierte Schülerzahlen haben auch andernorts z.B. in Wimmis, Lenk und Oberwil zu (teils vorübergehenden) Klassenschliessungen geführt.