Lilihof-Brunch und Gymkhana Wimmis

Gelungene Synergie von Reitsport und Kulinarischem

Nur auf den Tellern gab es keine… Ponys! Denn sonst tummelten sich Lucy, Black Sam, Sina, Radek, Tristan, Topas und Co. munter überall auf dem Areal des Lilihofs in Wimmis umher und wurden von ihren Betreuerinnen eifrig für den grossen Tag geputzt und hübsch zurechtgemacht. Bereit für grosse Taten mit ihren vorwiegend kleinen PonyreiterInnen. Gemeinsam mit der stattlichen Schar von Besuchern hatte auch Petrus Appetit auf den ersten Hof-Brunch mit einer grossen Auswahl von «gluschtig» präsentierten Leckerbissen und brachte das schöne Turnier-Wetter gleich mit.

Sie boten Gastrecht für die Veranstaltung: Die Lilihof-Betreiberfamilie Koppens-Antonini.

Sie boten Gastrecht für die Veranstaltung: Die Lilihof-Betreiberfamilie Koppens-Antonini.

Die Idee, das Hof-Gymkhana im Güch in Wimmis mit einem Sonntags-Brunch zu kombinieren, liegt klar auf der Hand, wenn Papa Herman Koppens Metier das Kochen ist und die Mama Reitlehrerin (u. a. Trainerin C SFRV). Angelika Koppens-Antonini hatte zum beliebten Lilihof-Gymkhana eingeladen. Dabei hatten die Organisatoren keinen Aufwand gescheut und sogar ein kleines Festzelt für alle Fälle aufgestellt. Doch ausser einem harmlosen Gewitterschauer blieb es den ganzen Tag über sonnig und die familiäre Veranstaltung ging in fröhlicher und gemütlicher Atmosphäre ohne Zwischenfälle über die Bühne.

Vertrauen ist Voraussetzung

Rund vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von vier bis vierzig plus, inklusive die beiden Koppens-Töchter Luciana und Alina, nahmen aufgeteilt in zwei Kategorien, mit ihren kleinen und grossen Vierbeinern den Geschicklichkeitsparcours mit sechs Aufgaben in Angriff. Neben den vielen Lilihof-Reitschülern zeigten dabei auch etliche Gastreiterinnen und -reiter ihr Können. Mit viel Liebe zum Detail hatte Angelika Koppens die einzelnen Gymkhana-Posten phantasievoll dekoriert und dank ihrem langjährigen Wissen rund um den Pferde- und Ponysport fair und dem Können der Teilnehmer entsprechend aufgebaut. So mussten zum Beispiel ein grosser Ball gerollt, mit einem Tennisschläger Kartoffeln transportiert oder ausgewählte Gegenstände unter einen Sonnenschirm gehängt werden. Aber auch eine lustige Seilbahnkabine inklusive Teddybär in Fahrt bringen oder mit einem offenen Schirm über ein Cavaletti balancieren waren weitere nicht ganz einfache Aufgaben, die natürlich alle mit dem Pony oder Pferd bewältigt werden mussten. Wichtigste Voraussetzung war dabei in erster Linie das Vertrauen zwischen Reiter und Pony – dies eines der Hauptkriterien in der Reitschule der Organisatorin – und natürlich kam auch der Spass nicht zu kurz. Zusätzliche Punkte konnten beim Strohballen-Joker dazu verdient werden.

Simmentalerinnen auf den vordersten Plätzen

Bei den Kleinen ging die Entscheidung um den Sieg äusserst knapp aus. Julia Habegger (Einigen) betätigte im Sattel von Black Sam die Zielglocke um ein Haar schneller als Zoé Spani (Fahrni) mit Jessy. In der Stufe zwei durfte sich Sarah Spring (Reutigen) nach dem schnellsten Ritt auf Carlo und 310 erreichten Punkten über die weisse Siegerrosette freuen. Obwohl das Publikum vor allem die Kleinsten lautstark anfeuerte, schafften nicht ganz alle Paare den Parcours in der vorgegebenen Zeitlimite von fünf Minuten. Plaketten und Schleifen gab es trotzdem für alle und der reich bestückte Gabentisch durfte am Schluss des gelungenen Tages auch noch geplündert werden. Susanne Stucki

Auszug aus der Rangliste

Gymkhana Stufe I: 1. Julia Habegger (Einigen), Black Sam, 195/3.40; 2. Zoé Spani (Fahrni), Jessy, 195/3.42; 3. Chiara Klossner (Latterbach), Radek, 195/5.00; 4. Isabelle Ganz (Wimmis), Miss Lucy, 185/3.40; 5. Fiona Fritsche (Latterbach), 185/5.00. Gymkhana Stufe II: 1. Sarah Spring (Reutigen), Carlo, 310/3.53; 2. Annalisa Caflisch (Thun), Topas, 290/3.46; 3. Fabienne Josi (Boltigen), Sina, 280/5.00; 4. Nicole Schmid (Wimmis), Sina, 260/5.00; 5. Irina Stucki (Diemtigen), Black Sam, 240/5.00.