Der Gemeinderat unterzeichnet Berner Energieabkommen
BEakom-Beitritt: Zweisimmen auf dem Weg zum Sonnenenergie-Dorf am Rinderberg!
Vertreter des kantonalen Amts für Umwelt und Energie (AUE) und des Zweisimmer Gemeinderates unterzeichneten die Erklärung über den Beitritt zum Berner Energieabkommen (BEakom). In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den kantonalen Stellen will man sich inskünftig intensiver mit Energiefragen auseinandersetzen.
BEakom-Vertragsunterzeichnung: Cornelius Wegelin Projektleiter syntas Solutions AG; Theo Bachmann, Bauinspektor; Tobias König, Mike Schletti, Gemeinderäte (Arbeitsgruppenmitglieder); Deborah Wettstein, Projektleiterin Amt für Umweltkoordination und Energie BE; Anne Speiser Gemeinderatspräsidentin; Daniel Klooz, Amtsvorsteher Amt für Umweltkoordination und Energie BE (AUE).
«Den Themen Umwelt und Energie soll in der Umsetzung besondere Beachtung geschenkt werden». Dieses Ziel hat sich die Gemeinde Zweisimmen vor der Revision der Ortsplanung 2007 gesetzt. Der Gemeinderat fördert alle sinnvollen Massnahmen, die zu einem sparsamen Gebrauch der Energie im Sinne von Art. 1 des kantonalen Energie-Gesetzes (EnG) beitragen».
Mit dem Ziel: «Energiestadt»
Mit der Zielsetzung, das Berner Energieabkommen zu unterzeichnen und umzusetzen, ist im vergangenen Jahr eine Bestandesaufnahme gemacht worden. Es wurde festgestellt, dass bereits heute verschiedene Massnahmen umgesetzt sind und funktionieren (Energieberatung, Verwendung erneuerbarer Energieressourcen, usw.) Als Legislaturziel hofft der Gemeinderat auf die Verabschiedung eines Energierichtplans. Die zahlreichen angestrebten Massnahmen sollen 2015 dazu führen, dass Zweisimmen das Label «Energiestadt» erlangen kann.
70%Prozent erneuerbare Energie.
Über die gemeindeeigenen Gebäude soll eine Energiebuchhaltung geführt und deren Energiebedarf optimiert werden. Das Ziel lautet bis 2020 eine Reduktion des Energieverbrauchs in den Bereichen Raumwärme und Warmwasser um 25 Prozent und eine Stromreduktion um fünf Prozent. 70 Prozent der Energie soll bis zu diesem Zeitpunkt aus erneuerbarer Produktion stammen.
BEakom als Standortmarketing
Im organisatorischen Bereich setzt man auf vermehrte Koordination (Regelung der Zuständigkeiten), Verbesserung der Abläufe (z. B. im Beschaffungswesen, Nachhaltigkeitskompass bei Neubau- und Sanierungsprojekten), neue Dienstleistungen (Aufnahmen mit Wärmebildkameras), Weiterbildung der MitarbeiterInnen, Information der Bevölkerung, des Gewerbes und der Schulen (Homepage und Projektwochen). Mit all diesen Massnahmen erhofft man sich neben dem positiven Energie-Image auch Vorteile für das touristische und das gewerbliche Standort-Marketing: Aus dem Sonnendorf am Rinderberg soll das Sonnen-Energie-Dorf am Rinderberg werden! Ernst Hodel