Das Märchen der zauberhaften Fee von Evolène in der kath. Kirche
Das Trio Alp Opus bezauberte das Publikum mit ihrem Konzert
Die Freude war gross, als am späten Sonntagnachmittag nach längerer Zeit endlich mal wieder das Trio Alp Opus in Zweisimmen auftrat. Entsprechend voll – quasi fast voll – war dann auch die katholische Kirche. Die Zuhörenden wurden nicht enttäuscht: Beatrice Villiger, Tobias König wussten mit ihren kraftvollen Stimmen und Gyorgi Spasov mit dem einfühlsamen Spiel auf dem Akkordeon zu überzeugen und liessen das Märchen lebendig werden.
Mit kraftvollen, wunderbar zueinander passenden Stimmen füllten Beatrice Villiger und Tobias König den Raum der katholischen Kirche. Gyorgi Spasov unterstützte sie mit einfühlsamem und Akzente setzendem Spiel auf dem Akkordeon.
© Kerstin Kopp
Trotz des sehr warmen Herbstsonntags kamen am späten Nachmittag des 5. September zahlreiche Fans von Alp Opus in die katholische Kirche. Die Freude über den Auftritt war auf beiden Seiten: Das Publikum war voller Erwartung und die drei Künstler freuten sich ebenfalls. Mit ihrem gewinnenden Lächeln begrüsste die sympathische Beatrice Villiger das Publikum und verriet, dass das Projekt «Die Fee von Evolène» bereits vor einiger Zeit entstand. «Es gibt so wunderschöne Schweizer Sagen und Märchen», so die Sängerin, welche sehr gerne Märchen hat. Inspiriert vom «Grossen Buch der Schweizer Märchen und Legenden (Denis Kormann) war die Idee zu dem Konzert mit einer Walliser Sage geboren. «Lasst euch einfach entführen», leitete Beatrice Villiger vor Freude strahlend über.
«Es war einmal…»
«…tief im Val d’Hérens im Wallis, eine einsame Fee, die in einem Moos überwachsenen Felsunterstand lebte», begann Tobias König. Gyorgi Spasov entführte das Publikum mit seiner einfühlsamen Improvisation auf dem Akkordeon in den Wald und liess es so das Reich der Fee erleben. «Zu der Tageszeit, wo der Himmel und die Erde sich begegnet sind, hat das warme, liebliche Rot über die zauberhafte Fee Evolène geleuchtet.» Berührend sang Tobias König «Lueget vo Bärg u Tal». Die Akustik der Kirche unterstützte seine kraftvolle Stimme und liess so die Weite des Tales spüren.
«Gang wäg du verfluechti Fee»
Die zauberhafte Fee Evolène war traurig, dass die Menschen sie nicht unter sich haben wollten, und ging mit gebrochenem Herzen zurück in den Wald. Dazu sangen Beatrice Villiger und Tobias König «S’isch äbe’n e Mönsch uf Ärde», das wunderschöne Schweizer Volkslied, das die traurige Geschichte vom Vreneli und Hans-Joggeli erzählt. Einzig ein junger Holzfäller, der sich viel im Wald aufhält, Antoine, hat Interesse an ihr. Es entsteht eine Liebesgeschichte und ein ebenso wunderschönes Töchterli. Und es kam, wie es kommen musste: Neid und Gerüchte entstanden um die schöne Fee und ihre kleine glückliche Familie – Märchen spiegeln doch auch immer ein Teil Realität wieder und möchten ermahnen. Am Ende lässt sich Antoine auf jeden Fall nicht in die Irre führen und hält zu Evolène.