28 Teilnehmer am Feuerwehrbasiskurs
Grundausbildung mit Fachvertiefung
Diese Woche sind in Zweisimmen wieder über 30 Feuerwehrmänner und -frauen zu Besuch. Über das ganze Dorf verteilt, üben sie das erste Mal den Umgang mit Feuer und Wasser. Der Kurs wurde dieses Jahr komplett überarbeitet und dauert nun eine ganze Woche. Zweisimmen ist für die neue Ausbildung ein idealer Standort.
Die Grundkursteilnehmer mit den Übungsleitern; ganz rechts: Otto Tritten.
Kursleiter Major Otto Tritten darf diese Woche seinen letzten Grundkurs für angehende Feuerwehrmänner organisieren. Nach 38 aktiven Jahren wird er dieses Jahr zwangspensioniert und muss sein Amt Ende Jahr übergeben. Trotzdem oder gerade deswegen investierte er nochmals viel Zeit in die Planung dieses Kurses. Die Grundbildung wurde von der Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB), die oberste Instanz des Feuerwehrwesens im Kanton, komplett neu überarbeitet.
In den ersten beiden Tagen erlernen die Teilnehmer im Modul Allgemeine Basisausbildung (ABA) das Grundwissen. Es werden die Kernaufgaben der Feuerwehr erläutert und die Männer und Frauen machen erste Erfahrungen in der Anwendung von Geräten. Ebenso werden die grundlegenden Handlungsabläufe und Rahmenbedingungen im Feuerwehrdienst erklärt. Am dritten Tag werden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und vertiefen die Kenntnisse in zwei getrennten Gruppen. In der Fachvertiefung I werden die angehenden Feuerwehrmänner bis zum «Atemschutzträger» ausgebildet. In der Fachvertiefung II lernen die Teilnehmer die technischen Hilfsmittel und Methoden zur Unterstützung der Kernprozesse und können diese danach anwenden.
Die Region musste um den Ausbildungsstandort Zweisimmen kämpfen. Feuerwehrinspektor Otto Tritten setzte sich in den letzten Jahren zusammen mit den Feuerwehrkommandanten für den Erhalt des Standorts in unserer Region ein. Er ist überzeugt, dass die Rahmenbedingungen in Zweisimmen beinahe perfekt sind. Die Infrastruktur, die Übungsobjekte, aber auch die Nähe des Ausbildungszentrums zum Dorf sind ideal. Otto Tritten betont, dass er dabei seit langen Jahren auf die Mithilfe der Bevölkerung zählen darf. Die Kursteilnehmer werden in Zweisimmen freudig empfangen. Geschäfte und Private stellen ihre Infrastruktur wie Gebäude oder Hallen gerne als Kursräume oder Übungsobjekte zur Verfügung. Dies ist nicht selbstverständlich. Nur dank der Ausbildung im Dorf können reale Bedingungen simuliert werden.
Die Übungsleiter sind daran, auch eine «Übung Finale» auszuarbeiten. Ob diese im Dorf oder im Ausbildungszentrum statt finden wird, stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Interessierte können sich beim Feuerwehrmagazin auf dem Übersichtsplan orientieren und sind herzlich eingeladen, das erlernte Handwerk der jungen Feuerwehrleute bei der Schlussübung zu begutachten. Fabian Kopp
So wird eine Schlauchreserve richtig ausgelegt.
Nationalrat Erich von Siebenthal schätzt das Engagement der Jungen Männer und dankt ihnen dafür.