Modenschau bei Wittwer

Zweimal Miss Bern auf dem Wittwer Modenschau-Laufsteg: Emilie Lindblom, Zweisimmen (2008) und Fabienne Kropf, Worb (2005).

Zweimal Miss Bern auf dem Wittwer Modenschau-Laufsteg: Emilie Lindblom, Zweisimmen (2008) und Fabienne Kropf, Worb (2005).

Wie schon seit Jahren fand auch am vergangenen Freitag die Modenschau von Wittwer Mode und Wittwer-Sport in der Bahnhofstrasse in Zweisimmen statt. Gezeigt wurden an zwei Terminen, der eine am Nachmittag der andere am Abend, Kleidungsstücke aus den Bereichen Sport-, Damen- und Herren-Mode sowie Kinder-sportbekleidung. Das Mode- und Sportteam führte seine zahlreichen Gäste durch einen abwechslungsreichen Abend, an dem sowohl für den gehobenen Geschmack als auch für den gediegeneren das Richtige dabei war. Nach einer freundlichen Begrüssung an der Eingangstür durch Herrn Wittwer Senior verteilte dessen Frau Alice Wittwer kleine Aufmerksamkeiten an einige, der bei der Abendvorstellung anwesenden ca. 90 Personen.

Wittwer-Sport

Tom Wittwer übernahm die erste offizielle Begrüssung und leitete damit die Moderation des ersten Teils der Modenschau von Wittwer-Sport ein.Er bedankte sich zuerst für das zahlreiche Erscheinen. Gekonnt moderierte er Modelle der Firmen, Descente, Schöffel, Allsport, Peak Performance, Zimtstern, Burton und Volcam vorgeführt. Den Trend vorgeben werden in diesem Jahr vermutlich Modelle des Modelabels Lasse Kjus, benannt nach dem ehemaligen norwegischen Skirennfahrer und mehrfachem Weltmeister. Dessen aussergewöhnlichste Stücke greifen in dieser Saison das Thema «Salt&Pepper» auf. Dargestellt wird dies durch Farben, die angefangen von schwarz über türkis bis weiss verlaufen. Das Design wird aber auch auf alle möglichen anderen Farbvariationen übertragen. Weiter brilliert Lasse Kjus mit seiner Spirit Collection, für den Herren das «MEN TORERO DOWN Jacket» oder dem Pendent für Frauen, das «DELIA DOWN Jacket». Dieses Produkt zeichnet sich durch eine Füllung aus 90% Gänsedaunen und einem besonderen Glanz aus, der sich durch das Obermaterial aus 100% Polyamid ergibt. Das Label «Descente» stellt die Designs Competition, Cool Elegance und D310 vor. Die Namensgebung ist hier Programm. «Schöffel» fertigt seine Skijacken aus dem Wind- und wasserdichten Material Venturi®. Der Schnitt ist z.B. bei dem Modell «Aura» leicht tailliert, im Schulter- und Seitenbereich mit Rautenstepp und einem hoch schließenden Kragen dazu eine abnehmbare Kapuze. Heute unverzichtbar die Reisverschlusstasche am linken Ärmel für die KeyCard. Ein besonderer Leckerbissen für die Jüngeren unter uns ist derzeit die Firma Zimtstern. Wobei eindeutig die Farben violett und grün hervortreten, sowohl für die weiblichen als auch für die männlichen Kunden. Aber erlaubt ist bei diesem Label «fast» alles, weiterhin hängen die Hosen weit über den Hintern und reichen über die Bodenlänge hinaus; aber so sei es! Ebenfalls für das junge Publikum hat sich seit noch nicht allzu langer Zeit die Firma Volcom etabliert. Dazu hier kurz ein Ausflug in die Firmengeschichte, die «Volcom Story». Ich zitiere: «Während der Frühjahrsmüdigkeit 1991, starteten Richard Woolcott und Tucker Hall zu einem Snowboard Trip der für immer ihre Leben verändern würde. Tucker war gerade entlassen worden und ohne Job, zusammen machten sie sich auf den Weg zu Nathan Fletcher und Mark Gabriel, um mit diesen zum Snowboarden zu fahren. Nach einigen Tagen Powder rief Richard an seinem Arbeitsplatz an, um sich für die folgenden zwei Wochen zu entschuldigen. Sie seien eingeschneit und müssten ihren Aufenthalt um diese Zeit verlängern. Sie erwachten jeden Morgen mit neuen 60cm Neuschnee, nach diesen zwei Wochen kündigte Richard seinen Job um Ihre Idee, eine Clothing Company zu gründen, realisieren zu können. Mit 5000.– Dollar Startgeld, die Ihnen einer ihrer Väter borgte starteten sie das Unternehmen.Eine kleine Einstimmung auf hoffentlich einen schneereichen Winter, viele Gäste und gute Geschäfte im Obersimmental.

Wittwer Mode

Auch Alice Wittwer begrüsste herzlich die Gäste und leitete über zur Vorstellung eines kleinen Ausschnitts der diesjährigen Kollektionen von Marc Cain, Basler, Akris, Gin Tonic, Cassis, Betty Barclay, Bugatti, Ferkinghoff, Meyer, Zuccero und Etterns. Der klare Trend geht im Bereich der Damenmode in Kombinationen zu den immer aktuellen «Farben» schwarz und weiss über zu violett und grün.

MarcCain, etwas für den ausgefallenen Geschmack, die Farben bleiben dezent, klassisch. Basler, ein eher traditionelles Unternehmen, bekannt für ebensolche Kollektionen, startet diese mit überraschend jugendlichem Flair aus. Das Modelabel Akris, deren Leitspruch «Stil ist zeitlos, Qualität selbstverständlich, Kreativität essentiell» bevorzugt klare Formen und eindeutige Linien. Das kreative Flair kommt in jedem Teil auf unaufdringliche Weise zum Ausdruck. Kostbare Materialien wie Double-Face, Cashmere und Seide «in aufwendigen Interpretationen sorgen für einen Hauch von Luxus und Unverwechselbarkeit». Feminin und diskret ist die Erscheinung. Schlichte, unkomplizierte Silhouetten und eine einfache Kombinierbarkeit tragen ebenfalls zur Designer Kollektion bei.Gin Tonic arbeitet für die junge Generation, vereint völlig unkonventionell, alt hergebrachtes mit Modernem zu lässigen Kreationen auch im Sportswearsektor.Die Firma Cassis sorgt mit den Kreationen «ganz in Schwarz, Stilmelange und Back to the 80’s» für aufsehen, es handelt sich um ein Unternehmen, das sich die Verwendung natürlicher Materialien auf die Fahne geschrieben hat. Das Modelabel Ferkinghoff ist ein seit 1932 für Anzüge und Sakkos spezialisiertes Unternehmen mit hohem Anteil an Fertigung in eigenen Betrieben. Ferkinghoff steht für Tradition bei der Verarbeitung, Eleganz und Anspruch bei der Kollektionsgestaltung. Feinste italienische und englische Stoffe bis «Super 180» – Qualität werden in passformsicheren Teilen verarbeitet.Auch Zucchero legt besonderes Augenmerk auf Detailarbeit, eine sehr präzise durchkonstruierte Schnittführung bei optisch markanten Teilungsnähten, Zier – Nähten, Steinen oder Stickereien. Die Materialien sind häufig eine Kombination aus klassischen Materialien wie Garbadine, Tweed und Jersey mit Spitze, Fell, Samt oder Leder.Alice Wittwer dankte ihren Mitarbeitern für die zusätzliche Leistung, die sie im Zusammenhang mit dieser Modenschau jedes Jahr erbringen und den Models die ihre Arbeit perfekt bewältigt haben: Sybille, Emilie, Fabienne, Susanne, Erika, Therese, Tom, Andreas und natürlich auch den Kindern, für das engagierte Vorführen der Kindersportmode. Im Anschluss durfte, wer wollte, die gezeigten und den weitaus grösseren Teil der Kleidungsstücke, die nicht vorgeführt werden konnten, im Geschäft selbst anprobieren und danach bei einem Apero in geselliger Runde seine Vorlieben austauschen. Herzlichen Dank für diese Anregungen! Barbara Kurzeder