Der Verein «Burg Mannenberg» ist gegründet

Mosaikstein in der regionalen Kultur

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November findet der Brauchtum Halloween statt, dessen mystisches und zuweilen grusliges Wesen bekannt ist. So verwundert es nicht, dass genau in dieser Nacht auf der Burgruine Mannenberg Gestalten aus einer längst vergangenen Zeit gesichtet wurden, welche im Fackellicht und bei einem Krug althergebrachtem Honigwein den Klängen eines mittelalterlichen Minnesängers lauschten. Zusammen gedachten sie der Zerstörung der Burg anno 1349 und dies, was eine gewisse Ironie nicht verbergen mag, von den Bernern selbst. Diese sind bisweilen heute noch damit beschäftigt, wichtige Institutionen aus dem Obersimmental zu entfernen.

Offizielle Vereinsgründung

Früher am Abend traf sich ein stattliches Fähnlein Interessierter im Schulhaus Mannried zur offiziellen Gründung des Vereins Burg Mannenberg. Dessen Zweck gilt der Förderung, Erhaltung, Pflege und Attraktivierung der historischen Bedeutung, des Brauchtums und der Angebote rund um den Mannenberg und Zweisimmen. Dabei ist der Verein für vielfältige Aktivitäten offen, welche von kulturhistorischen Beiträgen und Anlässen, gemütlichem Bräteln auf der Burg mit Familie und Freunden, Mittelalter erleben bis hin zu einem Mittelalterfest reichen. Doch auch der Pflege von Kontakten und dem Austausch mit Fachleuten, beispielsweise dem archäologischen Dienst oder der historischen Gesellschaft des Kantons Bern soll Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der Verein will das Verständnis für das historische Kulturgut fördern und lebendig erhalten, getreu nach dem Motto: «Die Leut vom Simmental tun mit Lust und Freud ihro Vergangenheit in üserer Zyt würdigen und Pflegen, derby söll Musse und Mine leben.»

Den Mosaikstein im regionalen Natur und Kulturkonzept pflegen

Die gelungene Restauration der Burg-ruine und die erfolgreiche Installation des Burgenwegs sind ein attraktiver Mosaikstein im regionalen Konzept «Natur Kultur», welches Naturerlebnis, Bewegung und Bildung in Einem anbietet. Der Verein Burg Mannenberg will diesen Mosaikstein weiter fördern und blickt gespannt in die Zukunft. Der Präsident, Lukas Stucki