Sensation in Zweisimmen

Sensation in Zweisimmen – Gänsegeier aus Spanien «notgelandet»

Endrückliche Grösse, Spannweite ca. 270cm, Gewicht 6900g.

Endrückliche Grösse, Spannweite ca. 270 cm, Gewicht 6900 g.

Landwirt Reto Pfäffli aus Zweisimmen staunte am vorletzten Dienstagabend nicht schlecht, als er während einer Fahrt ins Grabenweidli ob Mannried einem riesigen Vogel begegnete. Er informierte umgehend den Wildhüter über den offenbar flugunfähigen Vogel, den er für einen Bartgeier hielt. Bis zum Eintreffen von Peter Zysset musste der Vogel vor der neugierig gewordenen Viehherde geschützt werden. Mit Unterstützung seines Hundes und einem Netz konnte Wildhüter Zysset den Vogel am Abend einfangen. Für den erfahrenen Wildhüter war es sofort klar, dass es sich nicht um einen Bartgeier, sondern um einen Gänsegeier mit einer Flügelspannweite von ca 2,60 und einem Gewicht von gegen sechs Kilogramm handelt. Peter Zysset erwähnt, dass Reto Pfäffli die Meldung vorbildlich gemacht habe.

Nach Landshut überführt

Das Tier verbrachte die darauf folgende Nacht im Keller des Wildhüters und wurde anschliessend in die Wildpflegestation Landshut/Utzenstorf überführt. Dort wurde er tierärztlich untersucht und vermessen. Er hat eine Flügelspannweite von 2,70 Meter und wiegt stolze 6,9 Kilogramm und dürfte damit ausgewachsen sein.

Zurück nach Spanien

In Landshut wird er nun wieder «aufgepäppelt». Falls das Unterfangen gelingt, dürfte er wieder ausgesetzt werden. Der Gänsegeier ist an Flügeln und am rechten Bein mit dem Zeichen 63 R markiert. Erste Abklärungen ergaben, dass der Gänsegeier aus Spanien und vermutlich aus einer Aufzuchtstation stammt. Dies wird noch abgeklärt. Jedenfalls ist es mit dem Auswildern, sofern der Vogel gesund und stark genug ist, nichts für das Obersimmental. Grund: Die Nahrungsgrundlage ist nicht sichergestellt! Sofern der Geier ausgewildert werden kann, erfolgt dies im Raum Genf (Saleve) oder wenn er aus einer offiziellen Zuchtstation herkommt, direkt in Spanien. Also, es handelt sich tatsächlich um einen seltenen Vogel. Ernst Hodel

Gänsegeier – die gefährdete Tierart

Endrückliche Grösse, Spannweite ca. 270 cm, Gewicht 6900 g.

Endrückliche Grösse, Spannweite ca. 270 cm, Gewicht 6900 g.

Gänsegeier wird vom Rindvieh bedrängt (Fundort Mannried unterhalb Grabenweidli).

Gänsegeier wird vom Rindvieh bedrängt (Fundort Mannried unterhalb Grabenweidli).

Gänsegeier wird vom Rindvieh bedrängt (Fundort Mannried unterhalb Grabenweidli).

Gänsegeier wird vom Rindvieh bedrängt (Fundort Mannried unterhalb Grabenweidli).

In der Volière (Pflegestation Landshut) typische Stellung zum Aufwärmen.

In der Volière (Pflegestation Landshut) typische Stellung zum Aufwärmen.

In der Volière (Pflegestation Landshut) typische Stellung zum Aufwärmen.

In der Volière (Pflegestation Landshut) typische Stellung zum Aufwärmen.

Der gegen einen Meter hohe und mit einer Flügelspannweite von 2.60 Meter ausgestattete Gänsegeier vor der Überführung in die Wildpflegestation Landshut.

Der gegen einen Meter hohe und mit einer Flügelspannweite von 2.60 Meter ausgestattete Gänsegeier vor der Überführung in die Wildpflegestation Landshut.

Der gegen einen Meter hohe und mit einer Flügelspannweite von 2.60 Meter ausgestattete Gänsegeier vor der Überführung in die Wildpflegestation Landshut.

Der gegen einen Meter hohe und mit einer Flügelspannweite von 2.60 Meter ausgestattete Gänsegeier vor der Überführung in die Wildpflegestation Landshut.