Sparenmoos steht weiterhin vor unsicherer Zukunft
Die Interessengruppe des Sparenmoos schaut auf einen schwierigen Winter zurück. Nach einer zufriedenstellenden Weihnachtszeit und einem befriedigenden Januar folgte der Wärmeeinbruch. Die kurze Schliessung des Schlittelbetriebs führte zu einem Besuchereinbruch, der bis Ende Saison anhielt. Die Zukunft des Winterbetriebs auf dem Sparenmoos ist unsicher. Die aktuellen Sommerangebote mit Trottinett Fahrten und Busbetrieb sind nicht betroffen.
Unsichere Zukunft für das Winterwander Angebot auf dem Sparenmoos.
Der schwierige Winter mit wenig Schneefällen hat den provisorischen Winterbetrieb auf dem Sparenmoos erschwert. Doch die Interessengruppe Sparenmoos hat den Betrieb trotzdem bis zum Schluss aufrechterhalten. Zu Weihnachten und über die Neujahrstage ist das Geschäft gut angelaufen. Der Aufwand für die Schneeräumung der Strasse hielt sich während der ganzen Saison in Grenzen, dafür musste auf den Loipen ein grösserer Aufwand als normal betrieben werden, um das Langlaufen zu ermöglichen. Im Februar musste jedoch die Schlittelpiste für eine Woche geschlossen werden, da schlicht der Schnee fehlte. Diese Schliessung folgte ein Einbruch der Besucherzahlen. Und für den Rest des Winters konnten daraufhin nur noch wenige Besucher verzeichnet werden.
«Wir haben trotz provisorischem Winterbetrieb von den meisten Gästen gute Rückmeldungen erhalten», sagt Patrick Bauer, Geschäftsführer Zweisimmen Tourismus. Natürlich habe es aber auch jene gegeben, die sich über den fehlenden Betrieb im Berghotel oder den provisorischen Charakter beklagten. Obwohl die definitiven Zahlen von Seiten der aktuellen Busbetreiber Richard Ueltschi und Roland Bühler sowie des Gastronomiebetreibers Walter Aegerter noch fehlen, geht Patrick Bauer für die letzte Saison von einer «schwarzen Null» aus. In Relation zum schlechten Winter wäre dies kein schlechtes Resultat. Mit der definitiven Bilanz müsse man jedoch noch zuwarten. Dank der grossen Unterstützung der Einheimischen übertraf man wenigstens beim Verkauf der Langlaufpässe das budgetierte Ziel von Fr. 6000.– bei weitem.
Das Provisorium der letzten Saison bedeutete trotzdem für alle Beteiligten einen sehr grossen Aufwand und viel Herzblut. Dass nächste Saison so weitergefahren werden kann, ist höchst unsicher. Momentan ist einerseits die Finanzierung nicht gesichert, andererseits fehlen nötige Infrastrukturen. Die Alphütte, welche im vergangenen Winter für den Gastrobetrieb zur Verfügung stand, kann nicht weiter benutzt werden. Und sinnvolle andere Möglichkeiten in Nähe der Schlittelpisten und Loipen gibt es nicht. «Wir haben mit den Besitzern einer Alphütte auf der Sitealp diskutiert. Diese ist jedoch zirka 60 bis 80 Höhenmeter tiefer als die Loipe und liegt nicht direkt am Winterwanderweg», sagt Patrick Bauer.
Der laufende Sommer präsentiert sich mit dem gewohnten Angebot. Der Busbetrieb aufs Sparenmoos und das Trottinett Angebot wird durch Richard Ueltschi unterhalten. Das Hüslibergbeizli und die Alp Nüjeberg bieten sich für einen gemütlichen Rast an. Bei der Alpkäserei Sitealp können interessierte Besucher verfolgen wie der chüstige Alpkäse gemacht wird. Und die drei Moorwege bieten spannende Einblicke in den Lebensraum rund um das Hochmoor Sparenmoos.
Moor-, Wild- und Kulturweg sind nicht nur im Sommer beliebte Themenwege auf dem Sparenmoos, aber besonders jetzt.