Hundert Jahre Hotel Post Zweisimmen

Zweifaches Jubiläum der Besitzerfamilie

Vor hundert Jahren stiegen die ersten Gäste im Hôtel de la Poste in Zweisimmen ab. 1902 hatte die Bahn von Erlenbach her die Postkutsche ersetzt, die Direktverbindung nach Montreux per Bahn ab 1905 steigerte schlagartig den Gästezuwachs am Fusse des Rinderbergs, Wagemutige bauten Hotels.

Zweifaches Jubiläum der Besitzerfamilie

Auf einem alten Foto transportiert ein uniformierter Portier Gepäck, Damen in langen Kleidern sitzen vor dem Hotel Post. Das weitsichtige Prinzip der Erbauer hat sich bewährt. Das gemütliche Haus an zentraler Lage – in den letzten zwei Jahrzehnten sukzessive baulich und betrieblich an die heutigen Bedürfnisse angepasst – ist ein wichtiger Bestandteil im Tourismusangebot von Zweisimmen geblieben.

40 Jahre Familienbesitz

Mit viel Optimismus kaufte Alfred Sager vor 40 Jahren, am 9. Februar 1967, das Hotel Post in Zweisimmen von Anna Bögli. Die legendäre Wirtin hatte das Hotel und Restaurant mit Hilfe von Lydia energisch während Jahrzehnten geführt. Alfred Sager zog mit seiner Familie und den fünf kleinen Kindern ins Haus neben dem Bahnhof. Die Poststelle befand sich damals noch neben dem Hotel, doch durch die Bahnverbindungen von und nach Lenk (ab 1912) und Montreux, verbunden mit dem Umsteigen von der Schmalspurbahn auf die Normalspur nach Spiez hatte die Bedeutung des Hotels am Knotenpunkt erhalten. Der zunehmende Wintertourismus und die attraktiven Anlässe im Obersimmental und Saanenland im Sommer erhöhten die Anziehungskraft von Zweisimmen und seiner Hotels. Alfred Sager verkaufte das Hotel Post an seine zweitälteste Tochter Monika Sager im Jahre 2002, was die Jubiläumsserie mit dem fünften Jahrestag der Hotelübernahme von Monika Sager abschliesst.

Kochen in besten Häusern

Alfred Sager ist gelernter Koch und bildete sich in renommierten Häusern weiter. 1957 arbeitete er im Hilton in Istanbul, nachher 18 Monate in Addis Abeba. «Im Suvretta House in St. Moritz und im Schweizerhof Bern sowie im Bellevue Lenk und im damaligen Kurhaus versah ich Saisonstellen, 1961–62 arbeitete ich als Küchenchef im Hotel Ermitage in Schönried», schildert Alfred Sager seine berufliche Karriere. Als Pächter übernahm er dann das Hotel Alpenblick in Matten/St. Stephan. «Es war schlecht eingerichtet, deshalb suchte ich ein anderes Haus. Das Inventar für das Hotel Post musste ich kaufen. Die damaligen beiden Regionalbanken ermöglichten mir den Hauskauf», erinnert sich Sager. Alfred Sager erklärt heute «meine Devise war, einen guten, neuzeitlichen Komfort für die Gäste anzubieten und die Küche und alle Einrichtungen sukzessive zu verbessern». Das Innere und das Äussere des Hotels vom Keller bis zum Dach wurden von 1980 bis 2002 sanft renoviert. Eine Restaurant-Terrasse ist in den Sommermonaten gut frequentiert. 1990 wurde das Zimmerangebot auf fünfzehn reduziert durch eine umfassende Renovation mit Einbau von Dusche/WC in jedem Zimmer auf den drei Stockwerken. Die meisten Zimmer verfügen über einen Balkon. Alfred Sager arbeitete hart, sparte und ermöglichte die grossen Investitionen.

Mit Leib und Seele

Monika Sager hat ähnliche Ziele. Sieben Tage in der Woche sind Hotel und Restaurant geöffnet, ausgenommen die Betriebsferien in der Zwischensaison. Sie ist mit Leib und Seele mit dem Hotel verbunden, grosse Eigenleistung und sieben Vollzeitstellen verlangen volles Engagement. «Eigentlich wollte ich nicht ins Hotelfach einsteigen. Doch nach einer Lehre als Verkäuferin im Lebensmittelsektor, machte ich im Palace Gstaad die Ausbildung als Hofa, arbeitete später als Hilfsköchin und absolvierte den Wirtekurs in Bern». Heute ist sie glücklich über die grosse Zahl Stammgäste im Hotel auf Dreistern-Basis. Der Saal wurde in die 50-plätzige Pizzeria La Pergola umgestaltet. 24 Personen sitzen bequem im Nichtraucher-Restaurant und dreissig im Raucherteil und in der Bar. Monika Sager ergänzte im letzten Sommer die südliche Terrasse mit gemütlichen grossen Tischen im Garten für Trinkrunden.

Viele Einheimische, Gäste und die Spitzen der Gemeindebehörden liessen sich am Samstagabend von Monika Sager, ihrem Mann und der ganzen Crew kulinarisch verwöhnen. Mit kraftvollen musikalischen Tönen der Guggenmusik Hobuschpan wurde der Eintritt in das zweite Jahrhundert des Hotel Post gefeiert. Bild und Text: rms

Hotel Post im Jahre 1967 als Alfred Sager das Haus kaufte.

Das Hotel Post Zweisimmen im Januar 2007.

Zweifaches Jubiläum der Besitzerfamilie

Alfred Sager, Monika Sager und ihr Mann rekapitulieren die Geschichte des Hotels anhand alter Bilder.

Zweifaches Jubiläum der Besitzerfamilie

ermöglichten mir den Hauskauf», erinnert sich Sager. Alfred Sager erklärt heute «meine Devise war, einen guten, neuzeitlichen Komfort für die Gäste anzubieten und die Küche und alle Einrichtungen sukzessive zu verbessern». Das Innere und das Äussere des Hotels vom Keller bis zum Dach wurden von 1980 bis 2002 sanft renoviert. Eine Restaurant-Terrasse ist in den Sommermonaten gut frequentiert. 1990 wurde das Zimmerangebot auf fünfzehn reduziert durch eine umfassende Renovation mit Einbau von Dusche/WC in jedem Zimmer auf den drei Stockwerken. Die meisten Zimmer verfügen über einen Balkon. Alfred Sager arbeitete hart, sparte und ermöglichte die grossen Investitionen.

Mit Leib und Seele

Monika Sager hat ähnliche Ziele. Sieben Tage in der Woche sind Hotel und Restaurant geöffnet, ausgenommen die Betriebsferien in der Zwischensaison. Sie ist mit Leib und Seele mit dem Hotel verbunden, grosse Eigenleistung und sieben Vollzeitstellen verlangen volles Engagement. «Eigentlich wollte ich nicht ins Hotelfach einsteigen. Doch nach einer Lehre als Verkäuferin im Lebensmittelsektor, machte ich im Palace Gstaad die Ausbildung als Hofa, arbeitete später als Hilfsköchin und absolvierte den Wirtekurs in Bern». Heute ist sie glücklich über die grosse Zahl Stammgäste im Hotel auf Dreistern-Basis. Der Saal wurde in die 50-plätzige Pizzeria La Pergola umgestaltet. 24 Personen sitzen bequem im Nichtraucher-Restaurant und dreissig im Raucherteil und in der Bar. Monika Sager ergänzte im letzten Sommer die südliche Terrasse mit gemütlichen grossen Tischen im Garten für Trinkrunden.

Viele Einheimische, Gäste und die Spitzen der Gemeindebehörden liessen sich am Samstagabend von Monika Sager, ihrem Mann und der ganzen Crew kulinarisch verwöhnen. Mit kraftvollen musikalischen Tönen der Guggenmusik Hobuschpan wurde der Eintritt in das zweite Jahrhundert des Hotel Post gefeiert. Bild und Text: rms