5500 Höhenmeter in atemberaubender Kulisse
10er-Finish für Patrick Zürcher am Inferno-Triathlon
Am Samstag, 15. August fand eine weitere Ausgabe des legendären Inferno-Triathlons statt. Mit dabei war auch mein Mann Patrick Zürcher aus Latterbach, welcher den anspruchsvollen Wettkampf mit total 155Kilometern und 5500 Höhenmetern zum 10. Mal als Einzelathlet absolvierte. Dieses Jahr war ich selbst nicht am Start und deshalb in einer neuen Rolle als Supporterin engagiert.
Patrick Zürcher aus Latterbach als Einzelathlet an seinem 10. Inferno-Triathlon nach dem Schwimmen, auf dem Bike und zu Fuss unterwegs.
Am Samstagmorgen ging es in aller Frühe los, da der Startschuss im Strandbad Thun bereits um 6.30 Uhr fiel. Gespannt und etwas nervös warteten wir danach am anderen Thunerseeufer auf die Ankunft der Athleten, wo Patrick nach 3,1 Kilometer Schwimmen im welligen Wasser in Oberhofen nach 57 Minuten aus dem Wasser stieg. Ein zügiger Wechsel, ein kurzer Stopp zur Übergabe der Verpflegung und dann ging es für ihn per Rennvelo weiter Richtung Beatenberg – 97 Kilometer und 2145 Höhenmeter warteten auf das Rennvelo und ihn.
Vom Rennvelo aufs Mountain Bike
Wir Supporter machten uns zwischenzeitlich sofort auf den Weg, um Patrick in Ringgenberg nochmals kräftig anzufeuern, bevor er weiter Richtung grosse Scheidegg düste.
Ab Ringgenberg war ich dann selbst mit dem Bike unterwegs und steuerte als erstes Grindelwald an, um Patrick dort nach dem Wechsel auf das Mountainbike im Anstieg zur Kleinen Scheidegg anzufeuern – denn auch die 30 Kilometer und 1180 Höhenmeter auf dem Mountainbike hatten es in sich.
Danach ging es weiter nach Lauterbrunnen, wo ich auf der Laufstrecke auf ihn wartete und versuchte, in der Nachmittagshitze etwas Abkühlung zu verschaffen. Mittlerweile hatte Patrick sich auf Rang acht im Feld der Einzelathleten vorgearbeitet, hatte aber leider mit Beinkrämpfen zu kämpfen. NIchtsdestotrotz war er auf dem 25 Kilometer langen und 2175 Meter hohen Berglauf unterwegs – sein Ziel lag auf dem Schilthorn.
Das berüchtigte Kanonenrohr verlangte alles ab
Für mich hiess es dann schnell nach Stechelberg, vom Bike in die Wanderschuhe wechseln, via Gondel nach Mürren und von dort zu Fuss auf den Allmendhubel, wo ich zum letzten Mal auf Patrick wartete.
Nach einem kurzen Verpflegungsstopp und erneuter Abkühlung machte sich Patrick dann auf ins berüchtigte Kanonenrohr, dem wohl steilsten Teilstück, welches auf dem Weg bis ins Ziel alles abverlangt.
Während auf ihn also nochmals ein Kraftakt wartete, war für mich die «Arbeit» als Supporterin erledigt und ich machte mich auf den Weg zurück nach Mürren. Natürlich fieberte ich dabei per Liveticker mit und freute mich riesig, als er nach 9 Std. 36 Min. als 7. Einzelathlet die Ziellinie auf dem Schilthorn überquerte.
So ging für uns alle ein spannender und toller Sporttag zu Ende und Patrick hatte seinen 10. Inferno-Triathlon als Finisher erfolgreich bewältigt.