Iffiglauf und Kids-Run: Wenn die Lenk läuft, bleibt kaum jemand sitzen
Prachtswetter, strahlende Gesichter, 91 Läuferinnen und Läufer und 103 Kinder in Bewegung: Der Iffiglauf und der Kids-Run verwandelten die Lenk am Sonntag, 20. September, einmal mehr in eine kleine Laufhochburg.
4 Frauen, 1 Ziel, 4 Erfolgserlebnisse.
Wer bei diesem Wetter noch einen Grund suchte, nicht zu laufen, hatte es schwer. Die Sonne strahlte über der Lenk, der Himmel zeigte sich tiefblau und am Ende des Tals wartete – wie jedes Jahr – der wohl schönste Talabschluss der Alpen. Dazwischen: 9,3 Kilometer, 550 Höhenmeter und jede Menge Emotionen und Schweiss.
91 Läuferinnen und Läufer nahmen die Herausforderung des Iffiglaufs an. Ganz vorne machte Lokalmatador Nicola Buchs (Jhg. 2000) seinem Ruf alle Ehre. Mit einer Zeit von 41:40 Minuten stürmte er ins Ziel. Doch von einem gemütlichen Sonntagsausflug konnte keine Rede sein: Taavi Caboussat (Jhg 2009) forderte den Routinier gehörig und kam nach 42:20 Minuten ins Ziel. Der Generationenvergleich ging damit zwar an Nicola – die Zukunft scheint aber bereits kräftig anzuklopfen.
Bei den Frauen setzte sich Dania Reichenbach (Jhg. 2010) durch. Mit 54:37 Minuten bewies auch sie eindrücklich, dass flinke Beine keine Frage des Alters sind. Corinne Zeller (Jhg. 1968) hat mit ihrer 25. Teilnahme am Iffiglauf zum 25. Mal eine eindrückliche Leistung gezeigt.
Und dann waren da am Nachmittag noch die 103 Kinder des Kids-Run. Sie sorgten dafür, dass es im Zielbereich mindestens so laut wurde wie auf der Laufstrecke. Rennen, anfeuern, lachen und manchmal auch einfach möglichst schnell wieder zu den Eltern: Der Nachwuchs zeigte, dass die Freude am Laufen an der Lenk bestens verankert ist.
Doch der Iffiglauf lebt nicht nur von Zeiten und Ranglisten. Er lebt von Geschichten. Eine davon schrieben vier Frauen, die sich beim Iffiglauf 2025 gemeinsam vorgenommen hatten, im nächsten Jahr selbst dabei zu sein. Gesagt, getan: Ein Jahr später standen sie tatsächlich an der Startlinie und haben die anspruchsvolle Strecke souverän gemeistert. Vorsätze können also funktionieren – zumindest, wenn man sie mit genügend Mut und Trainingsfleiss versieht.
So wurde der Iffiglauf auch 2026 zum kleinen Volksfest: viel gute Laune, viele Begegnungen und vor allem zufriedene Gesichter im Ziel. Denn am Iffiglauf zählt zwar die Zeit – mindestens ebenso wichtig ist aber die Geschichte, die man danach erzählen kann.
Ein grosser Dank geht an die Sponsoren Saugy Schreinerteam AG, Lenk und Troxler Sport, Lenk, sowie an alle Helferinnen und Helfer, die diesen besonderen Lauftag möglich machen.
Lokalmatador Nicola Buchs, verfolgt vom AFA Bus.