Wo der Wille ist, geht auch ein Weg!

Doch noch ein dritter Start für Salomon-Trailrunning-Teammitglied Beat Bieri in der Laufsaison 2012.

Wo der Wille ist, geht auch ein Weg!

Mittlerweile 49 Jahre alt, kämpft Beat seit diesem Frühling mit Schmerzen in der rechten Hüfte, welche leider, wie unterdessen ärztlich «attestiert» ist, dem übrigen Körper altersmässig etwa 10–20 Jahre voraus ist…

Das hiess, ein Start in Davos, am Zugspitz oder in Bad Ragaz war nicht möglich, weil an diesen Rennen das Streckenprofil durch die steilen und unebenen Bergabwege sehr ungünstig, weil stark schmerzhaft, ist. So suchte Beat nach einer passablen Alternative, um doch noch an den Start eines Ultralaufes gehen zu können. Die Wahl fiel auf den Voralpenmarathon in Kempten (D). 51,7 km Länge und 1250 Meter Höhenunterschied, verteilt auf sehr viele, dafür eher nicht so lange Auf- und Abstiege, das entsprach genau den gesuchten Anforderungen.

Das Training wurde angepasst; bergablaufen in stark unebenem Gelände wurde möglichst kurz gehalten, dafür vermehrt auch auf dem Rennvelo trainiert. Obwohl die gemessenen Zeiten auf den «Teststrecken» gut waren, war es schwierig abzuschätzen, ob es auch über gut 50 km klappen würde! Beat war doch etwas unsicher und nervös vor dem Rennen.

Am 22. September reisten wir nach Kempten, Start dann am Sonntag, 23. September um 9 Uhr. Knapp 600 Läuferinnen und Läufer starteten pünktlich, davon 208 Männer und Frauen als Einzelläufer über die lange Distanz. Wetter und Temperatur waren perfekt. Die Gegend um Kempten ist sehr schön, von der Topographie her am ehesten mit dem Emmental bei uns zu vergleichen. Das heisst, sehr viele mehr oder weniger hohe Hügel, aber keine felsigen Passagen.

Beat liess sich von den schnell startenden 30-km-Läufern nicht aus der Ruhe bringen und konnte sein Rennen gleichmässig laufen. Ich fuhr an fünf vereinbarte Punkte, diesmal nicht nur, um zu verpflegen, sondern auch, um zur Stelle zu sein, sollte das Rennen nicht beendet werden können.

Zum Glück erwies sich diese Überlegung als überflüssig. Beat lief es sehr gut. Je mehr Kilometer absolviert waren, desto weiter vorne war er rangmässig anzutreffen. Es gab erfreulicherweise auch keine Probleme mit Magenkrämpfen. So konnte er nach 4h05.11min. als Gesamtfünfter ins Ziel einlaufen, überglücklich, dass «es» doch noch funktioniert hat! «Ob vernünftig oder nicht, es hat mir extrem gut getan», dies Beat’s Worte im Ziel! Die Rangverkündigung, an welcher er als 5. auch preisberechtigt war, hat er jedenfalls speziell genossen.

Rangliste: 1. Thomas Geisenberger (D), 2. Achim Zimmermann (D), 3. Andreas Stassner (D), 4. Peter Pulfer (D), 5. Beat Bieri (Sui)

Herzliche Gratulation zu diesem Super-Resultat, weiter so! Sonja Bieri

Wo der Wille ist, geht auch ein Weg!