5. Liga: FC EDO Simme – FC Frutigen 3:0
EDO Simme erspielt sich zwei Matchbälle um den Aufstieg
Kopfballwunder Bernhard Küng.
Langsam aber sicher geht es ums Ganze. Damit kann man die Ausgangslage vor dem Spiel vom vergangenen Freitag umschreiben. Die Mannschaft Zwei vom FC EDO Simme empfängt die Kandertaler aus Frutigen zum zweiten Kräftemessen nach dem missglückten Saisonauftakt vom August 2012. Die Trainerdelegation von EDO konnte aus dem Vollen schöpfen und das Matchblatt war mit 18 EDO-Kämpfern erneut voll besetzt.
Die Darbietung in der Anfangsphase war taktisch souverän und der Tabellenerste trat mutig auf. Sie kombinierten sehenswert, waren jedoch glücklos im Abschluss. Wenn das Glück aber nicht als der Schuldige auszumachen war, so ist das 0:0 zur Halbzeit auf das Unvermögen der Akteure zurückzuführen. So beispielsweise in der 20. Spielminute, als Silvan Wiedmer plötzlich alleine vor dem Frutiger Schlussmann stand und seinem linken Fuss eine ungünstige Pause gönnte. Abwehrhühne Zürcher gab mit erneut vielen Vorstössen die Marschrichtung vor. Das erlösende Führungstor schien eine Frage der Zeit. Für die Erlenbacher kam der Pfiff von Schiedsrichter Shala und der Gang in die Kabinen dann auch ungünstiger. Schnell sprangen wir in die zweiten 45 Minuten. Kevin Maurer ersetzte Masshart und Hartmann rückte für Wiedmer in den Sturm. Beide bekamen nach durchwachsener Leistung eine Denkpause. Hartmann wurde nun vom Mittelfeld mit Pässen gefüttert und schüttelte seine Aufpasser Mal um Mal ab. Vor dem Tor allerdings behielt auch er zunächst das Nachsehen. Fünfzehn Minuten nach Wiederanpfiff endete ein Lauf von Aussenverteidiger Kunz hinter der Grundlinie und der Referee zeigte zur Eckfahne. Der Corner flog hoch in den 16-er und fand sein Ziel… herangerannt und weit über den gegnerischen Köpfen flog Bernhard «Herr der Lüfte» Küng und traf das Leder mit dem Kopf. Mit Wucht fand der Ball seinen Weg in die Maschen. Kurz darauf erhöhte Lukas Hartmann das Score auf 2:0, als er erneut dem Abwehrriegel enteilte und clever einschob. Der gewohnt solide Wyssmüller wurde rund zwanzig Minuten vor Schluss im Strafraum von den Beinen geholt; Elfmeter. Ein Aufgabe für Bruno Grob (3 Penalty-Tore in dieser Spielzeit). Er machte seinem Namen alle Ehre und perfektionierte seine Trefferstatistik: Vierter Elfer, viertes Tor.
Mit einer Leistungssteigerung der gesamten Mannschaft im zweiten Durchgang sorgte der FC EDO dafür, dass alle drei Punkte in Erlenbach blieben. Damit ergibt sich eine süsse Ausgangslage für das Team: Sie führen die Tabelle weiterhin mit vier Zählern vor Steffisburg an und deren sechs vor Interlaken, auf die sie am nächsten Freitagabend treffen. Eine Woche später dann, am Samstag vor heimischem Publikum auf die Thuner vom FC Fortuna. Die Devise lautet mindestens ein Dreier aus den letzten beiden Partien und sie können die Korken knallen lassen. Die Kicker sind aber gut beraten, den Sieg bereits gegen Interlaken anzupeilen, was aber für den ehrgeizigen Staff und die motivierten Spieler kein Thema sein sollte, denn: Sie wollen angreifen. Hopp EDO! Silvan Wiedmer