FC EDO Corner: 3. Liga erreicht Derbysieg!
Anfangs August trafen die Simmentaler im Berner Cup zum letzten Mal auf den FC Frutigen und gingen nach 120 Minuten und einem hartem Kampf mit einer knappen Niederlage vom Platz. Das sollte heute anders werden, denn EDO wollte Revanche. In der Meisterschaft lagen die Kandertaler zwar hinter den Simmentalern, doch vor dieser Derbyaffiche konnte die Favoritenrolle keiner Mannschaft einwandfrei zugeteilt werden. Aber eines stand fest: Heute sollte alles über den Kampf gehen.
Patrick Röthlisberger
Die Partie startete mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Immer wieder kamen sie zu Standards und vermochten die Gästeabwehr stets ins Schwitzen zu bringen. Es war nicht so, dass EDO inexistent war, doch die Angriffe wurden mit zu wenig Überzeugung fertig gespielt. So kam es vor, dass sie sich über eine Seite durchsetzen konnten, aber in der Mitte zu wenig aufgerückte Spieler standen, um überhaupt Gefahr zu produzieren.
Nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber zu einem weiteren Eckball, der allerdings zu lang getreten war. Doch der Ball blieb in den Reihen der Frutiger. Die Hereingabe von der anderen Seite fand den Kopf eines Spielers. Der Ball flog Richtung Tor, aber in der Flugbahn war allerdings noch die Hand von Schranz. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte auf den Punkt. Dänzer konnte den platzierten Schuss nicht abwehren und so war die Führung der Frutiger Tatsache.
EDO blieb ruhig und versuchte weiter nach vorne zu spielen, doch es fehlte immer und immer wieder die letzte Überzeugung vor dem Tor. Die Hausherren spielten auch weiter schnell nach vorne, doch auch bei ihnen wollte aus dem Spiel nicht viel gelingen. Es lief die 35. Minute, als Spielmacher Röthlisberger im gegnerischen Strafraum angespielt werden konnte. Mit einem platzierten Schuss erzielte er den Ausgleich.
1:1 war das Pausenresultat
EDO musste definitiv in allen Belangen zulegen, wenn sie heute noch mit drei Punkten die Heimreise antreten wollten. Der Start in die zweite Hälfte gehörte dem FC Frutigen. Sie spielten klug und schnell über die Seiten und brachten die Defensive der Simmentaler wieder arg in Bedrängnis. Nach 53 Minuten rollte ein weiterer Angriff über die linke Seite. Bratschi wollte klären, doch es gab einen Prellball, der beim Gegner landete und Dänzer konnte zur erneuten Führung bezwungen werden. Es ging im gleichen Stile weiter. In der 62. Minuten rollte ein Angriff über rechts und eine Flanke in die Mitte konnten die Frutiger zum 3:1 nutzen. Jaussi reagierte und brachte mit Zmoos einen Youngster, der mit Zug die gegnerische Abwehr bearbeiten sollte. Genau das tat er auch, als er in der 72. Minute im Zusammenspiel mit dem aufblühenden Blank, plötzlich im Strafraum stand und von hinten von den Beinen geholt wurde.
Die Gastgeber schwächten sich gleich selber. Der Spieler, der Zmoos gefoult hatte, wurde bereits in der ersten Halbzeit verwarnt und kassierte so den Platzverweis. Röthlisberger übernahm die Verantwortung beim Elfmeter und drosch die Kugel unhaltbar in die Maschen. So stand es 3:2 und die ganze EDO-Delegation war plötzlich wach. Selbst die mitgereisten Fans wussten, dass noch was ging und trieben die Spieler weiter nach vorne. Keine drei Minuten später bekam EDO einen Freistoss zugesprochen, den Röthlisberger auf den zweiten Pfosten zirkelte. Dort stand Klossner und erzielte mit dem Kopf den Ausgleich.
Frutigen verlor nach dem Platzverweis komplett die Ordnung, während EDO plötzlich das Spielgeschehen fest im Griff hatte. In der 80. Minute setzte sich der starke Röthlisberger einmal mehr im Dribbling durch und bediente Jungen. Der junge Stürmer konnte sich im Laufduell durchsetzen und erwischte den herauslaufenden Torwart zwischen den Beinen. Innerhalb von etwas mehr als einer Viertelstunde drehten die Simmentaler ein 3:1 in ein 3:4. In den letzten zehn Minuten hätte EDO die Führung sogar noch ausbauen können, aber musste sich auch bei Dänzer bedanken, der mit zwei starken Aktionen die Führung hielt. Dann war Schluss. Was für eine Partie!
Heute waren sie die glücklichere Mannschaft. Der Sieg konnte doch noch erzwungen werden, dennoch müsste eigentlich von Anfang an mehr kommen. Für die letzten beiden Spiele muss die Konzentration hochgehalten werden. Die nächste Partie, das letzte Heimspiel der Hinrunde, findet am Samstag gegen den FC Heimberg statt. Ein grosses Dankeschön geht an die lautstarke EDO-Delegation, die uns super unterstützt hat. Wir sehen uns. HOPP EDO!
Lukas Wüthrich