Seitenwagen-Team Wyssen/Zurbrügg in Carole

Den ersten Podestplatz geholt

Fahrer Lukas Wyssen aus Matten/St. Stephan und Beifahrer Thomas Zurbrügg aus Spiez haben in der französischen Meisterschaft den ersten Podestplatz erreicht: Im zwölften von vierzehn Rennläufen erreichte das junge Seitenwagen-Team «Midland Sidecar Racing Team Wyssen/Zurbrügg» in Carole/F den dritten Rang und durfte erstmals aufs Podest steigen. Der Trainer und technische Betreuer Rolf Biland sowie Teamchef Kilian Wyssen zeigten sich über den Erfolg ihrer Zöglinge erfreut.

Das «Midland Sidecar Racing Team Wyssen/Zurbrügg» in Carole in voller Aktion.

Das «Midland Sidecar Racing Team Wyssen/Zurbrügg» in Carole in voller Aktion.

Nach einer langen Sommerpause konnte das junge Seitenwagen-Team «Midland Sidecar Racing Team Wyssen/Zurbrügg» in Carole endlich wieder in die Rennsaison der französischen Meisterschaft einsteigen. Die sehr kurze und körperlich anstrengende Rennstrecke befindet sich unmittelbar neben dem Flughafen Charles de Gaulle in der Nähe von Paris. Bei den ersten Trainings machten sich die beiden Oberländer mit der Strecke vertraut und merkten schnell, dass der Grip auf dieser Rennstrecke praktisch nicht vorhanden ist. Kurzerhand musste der Fahrstil angepasst werden.

Aufgrund des Platzmangels im Fahrerlager durften nur 19 Gespanne teilnehmen. Im ersten Quali fuhren die beiden Oberländer auf den fünften Startplatz. Vor dem ersten Rennen fing es leicht zu regnen an, was sich allerdings nicht allzu stark auf das Fahrverhalten des Gespanns auswirkte. Mehr Sorgen bereitete den beiden Oberländern der Motor, da die Wassertemperatur von Anfang an zu hoch war. «Der Start gelang uns einigermassen gut, so dass wir den fünften Platz behaupten und uns an die Spitzengruppe ranhängen konnten. Nach ein paar Runden verloren wir allerdings ein wenig den Kontakt und das Kühlwasser hatte 108 Grad: Früh schalten war da die Devise! Gegen Rennende konnten wir uns dem Duo Le Bail/Lavorel wieder ein wenig nähern, sie blieben jedoch uneinholbar und wir fuhren den fünften Rang ins Ziel», erläuterte Pilot Lukas Wyssen den Verlauf des ersten Rennens.

Lohnenswerte Nachtschicht vor Podestplatz

Den Abend verbrachten sie damit, das Gespann wieder zu reparieren. Kurz nach Mitternacht waren sowohl das Kühlsystem wie auch die Benzinversorgung auch dank «Cableman» Werner Hiltpolt wieder intakt. Begleitet wurde das Team zudem vom ehemaligen Seitenwagenpiloten Toni Wyssen, der den beiden mit Rat und Tat zur Verfügung stand. Das Quali am Sonntagmorgen wurde aufgrund eines Unfalls kurzzeitig unterbrochen. Und wieder schaute für das Gespann Wyssen/Zurbrügg der fünfte Startplatz heraus. Der Start ins zweite Rennen gelang den beiden ausgezeichnet, so dass sie als Vierte in die erste Kurve einbogen. «Wir konnten die vorgelegte Pace ziemlich gut mithalten und den Vorsprung auf Le Bail/Lavorel sogar ausbauen. Nach ein paar Runden kam es zu einem Unfall und das Safety-Car wurde eingesetzt. Wir hatten wohl einen Platz gewonnen, aber der Vorsprung auf Le Bail/Lavorel war damit weg. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, konnten wir den dritten Platz behaupten, bis das Rennen aufgrund eines weiteren Unfalls durch die rote Flagge vorzeitig beendet wurde», fasste Passagier Thomas Zurbrügg den Rennverlauf des zweiten Rennens zusammen. Zufrieden über den ersten Podestplatz in der französischen Meisterschaft freuen sich die beiden Oberländer nun auf das Saison-Finale in Albi. Vorher werden Lukas Wyssen und Thomas Zurbrügg am Wochenende vom 12./13. September noch als Gastfahrer am Bergrennen Gurnigel im Einsatz stehen.

PD/Luzia Wyssen

Dritter Rang für Lukas Wyssen und Thomas Zurbrügg (Team rechts) beim sonntäglichen Seitenwagenrennen in Carole und damit der erste Podestplatz bei den französischen Meisterschaften der beiden.

Dritter Rang für Lukas Wyssen und Thomas Zurbrügg (Team rechts) beim sonntäglichen Seitenwagenrennen in Carole und damit der erste Podestplatz bei den französischen Meisterschaften der beiden.