75. VOSV Hauptversammlung

Oberländer Schützenveteranen in Festlaune

Die diesjährige Hauptversammlung der Berner Oberländer Schützenveteranen (VOSV) war ganz im Zeichen des 75-Jahr-Jubiläum. Die vier neuen Regionsvertreter und ein Revisor wurden mit Applaus gewählt und ersetzen die altershalber Zurückgetretenen.

Mit Stolz zeigen Gottfried Matti, Hans Lengacher und Christian Schwizgebel, Lauenen (von links) den goldenen Ehrenzweig.

Mit Stolz zeigen Gottfried Matti, Hans Lengacher und Christian Schwizgebel, Lauenen (von links) den goldenen Ehrenzweig.

© LEUZINGER FRITZ

Am Festtag in der Thuner Guntelsey zum 75. Geburtstag des Verband Berner Oberländer Schützenveteranen (VOSV) wurden die statutarischen Verbandsgeschäfte fast zur Nebensache. VOSV-Präsident Karl Giovanelli in seiner Begrüssung: «Es gab Hühnerhaut, als die Kantonalfahne begleitet von zwei Ehrendamen und die Landesteilfahnen ins Festzelt einmarschierten. Die Gründung zur schwierigen Zeit von 1938 brachte die Veteranen einander näher. Wir schaffen daran, um das Erbe unversehrt der nächsten Generation weiter zu geben.» Der VOSV mit seinen 1222 Mitgliedern ist ein grosser Verband, grösser als viele Kantonalverbände.

Alle Chargen wieder besetzt

Ein Blick in die Finanzen zeigt, dass die Kurswertänderung von Bankaktien das Vermögen um 5729 auf gut 40 000 Franken schrumpfen liess. Die haushälterische Jahresrechnung schloss mit einem Guthaben 253 Franken. Der Jahresbeitrag ist mit 25 Franken gleich wie im Vorjahr. Im VOSV-Vorstand haben Alfred Aeschlimann aus Interlaken, Fähnrich Walter Annen, Lauenen und Anton Brand, Uetendorf die 75er Alterslimite erreicht. Dazu gaben Franz Bilang nach zehn Jahren Schützenmeistertätigkeit und Ehrenveteran Jakob Pfahrer als Revisor den Rücktritt. Ihre Nachfolger sind Rico Molitor, Wengen; Ruedi Stauffer, Gstaad; Heinz Müller, Thun und Christian Walthert, Uetendorf. Als Revisor beliebte Manfred Mani aus Erlenbach.

Auszeichnende Geburtstagsgrüsse

In seiner Grussadresse hob Zentralpräsident Bernhard Lampert die inneren Werte des Verbandes hervor: «Der VOSV ist nach wie vor rüstig und von der Überzeugung gestärkt. Die damalige Gründungsidee wie auch Ziel und Zweck sind bis heute praktisch unverändert.» Lampert zitierte Gustav Maler: «Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.» Fritz Baumgartner hat als Kantonalpräsident die Gewissheit, dass die Oberländer Schützen ihre Veteranen in Tradition und Kameradschaft pflegen. Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz ermunterte: «Pflegt die edle Schiesskunst solange es die Kräfte ermöglichen. Mit Thun als Jubiläumsort habt ihr eine gute Wahl getroffen.» Lanz zählt auf die Schützenveteranen als Verbündete im Kampf gegen die Abschaffung der Wehrpflicht.

Die Guntelsey ist für das Schützenfest «75 Jahre Schützenveteranen» vom 30. September bis zum 5. Oktober bereit. Zusammen mit den gleich alterigen Landesteilverbänden Emmental, Oberaargau und Seeland sind die Vorbereitungen auf Kurs. Fritz Leuzinger

Getreu dem Motto: «Üb Aug und Hand fürs Vaterland.» Vierzig 80-jährige Aktivschützen wurden mit dem Status Ehrenveteranen ausgezeichnet.

Getreu dem Motto: «Üb Aug und Hand fürs Vaterland.» Vierzig 80-jährige Aktivschützen wurden mit dem Status Ehrenveteranen ausgezeichnet.

© LEUZINGER FRITZ

Hans Lengacher (links) aus Blankenburg wird durch den VOSV-Präsidenten Karl Giovanelli mit Urkunde und dem goldenen Ehrenzweig zum Ehrenveteranen ernannt.

Hans Lengacher (links) aus Blankenburg wird durch den VOSV-Präsidenten Karl Giovanelli mit Urkunde und dem goldenen Ehrenzweig zum Ehrenveteranen ernannt.

© LEUZINGER FRITZ