Veraltete Statuten und kein DV-Schiessen mehr

Der Oberländische Schützenverband (OSV) steht vor zukunftsweisenden Veränderungen. So werden die veralteten Statuten überarbeitet und verdienstvolle Schützen an einer separaten Sportlerehrung ausgezeichnet. Auch wird inskünftig auf das traditionelle Delegiertenschiessen verzichtet.

Zinnbecher, Zinnteller, Kristalle und weitere Ehrenpreise durften Jungschützinnen und Jungschützen für ihre guten Schiessresultate entgegennehmen.

Zinnbecher, Zinnteller, Kristalle und weitere Ehrenpreise durften Jungschützinnen und Jungschützen für ihre guten Schiessresultate entgegennehmen.

Bernhard Hari blickte auf sein erstes Präsidialjahr im Oberländer Schützenverband (OSV) zurück: «Das Schiesswesen hat bei uns im Oberland nach wie vor einen hohen Stellenwert. Eliteschützen wie auch Jung- und Nachwuchsschützen machen unsere Region landesweit bekannt.» Die Schützengesellschaft Saanenmöser hat zusammen mit den Feldschützen und den Pistolenschützen Saanen/Gstaad den OSV empfangen. Präsident Hari durfte zur 104. Delegiertenversammlung des grössten Landesteilverbandes in der Mehrzweckhalle von Schönried 144 Abgeordnete der 117 Schiessvereine und aus 21 Pistolensektionen begrüssen. Dazu gaben sich zahlreiche militärische und politische Ehrengäste, angeführt vom Eidg. Schiessoffizier Jürg Zbinden und von der Saaner Grossrätin Bethli Küng.

Der statutarische Versammlungsteil warf keine hohen Wellen. Die Finanzen sind ausgeglichen. Dadurch blieb auch das Vermögen von gegen 88 500 Franken stabil. Durch die Disziplinenchefs waren in allen Sparten gute Resultate zu vermelden und auszuzeichnen. Ebenso auf Kurs sind die Vorbereitungen zum Oberländischen Schützenfest 2013 im Haslital.

Neu sind Schüpbach und Reber

Während 25 Jahren hat Fritz Schneider die Oberländer Fahne mit Stolz in Amt und Würde zu Freud und Leid getragen. Am Feldschiessen 2011 übergab Schneider das Oberländer Schützenwahrzeichen, in Anwesenheit von Bundesrat Ueli Maurer, an seinen Nachfolger Erich Schüpbach aus Unterseen. Seit zwei Jahren hat Yolanda Zürcher aus Frutigen den Schützennachwuchs U-16 betreut: «Es ist erfreulich wie die U-16 Schützinnen und Schützen mit Disziplin und Freude am Schiesssport schweizweit ganz tolle Resultate erzielen. Negativ ist, dass der SSV ab 2012 keine finanziellen Mittel für die Nachwuchsförderung hat.» Zürcher übergab ihr Amt an Walter Reber, Biberen, der mit Applaus zum neuen Nachwuchschef gewählt wurde.

Aus der Grussadresse von Roland Guazzini des Berner Schiesssportverbandes ging deutlich hervor, dass auf kantonaler Ebene vorerst der Forderung von einer zusätzlichen Schussgeldabgabe an die Sanierung der Kugelfänge Einhalt geboten werden konnte.

Kratzer und das Obersimmental

Mit dem Delegiertenschiessen 2012 geht eine lange Tradition zu Ende. Der organisatorische Aufwand und immer weniger Schiessanlagen sind Gründe dazu. Über die 300-m-Distanz leistete die Zweisimmer Schiessanlage in Grubenwald Ersatz und einen ausgezeichneten Dienst. Auf das Pistolenschiessen wurde mangels Teilnehmer und einer vereisten 25-m-Anlage in Gstaad verzichtet.

101 Schützen schossen das Programm auf die B5-Scheibe mit verdeckter Serie. In der Einzelkonkurrenz holte sich Ivo Kratzer, FS Kandergrund, Gold mit 37 Punkten und einem 100-er Tiefschuss in der Serie. Er verwies Hans Lengacher und Fritz Leuzinger, beides Zweisimmer Schützen, mit ebenfalls 37 Punkten und den Tiefschüssen 96 respektive 95 auf die Ehrenplätze.

Bei den 26 Jungschützen siegte Michael Kummer, SG Krattigen, mit 34/97 vor Carlo Klossner, FS Erlenebach-Latterbach mit 34/95 Punkten. Die Ämter-Rangliste wird vom Obersimmental mit 35.5 Punkten angeführt, vor dem Oberhasli mit 33.143 und Frutigen mit 33.

Fritz Leuzinger

Die beiden Zweisimmer Jungschützen Simon Feuz, Boltigen als Sieger und David Kurzen, St. Stephan als 5. der Jahresmeisterschaft der 600 Oberländer Jungschützen.

Die beiden Zweisimmer Jungschützen Simon Feuz, Boltigen als Sieger und David Kurzen, St. Stephan als 5. der Jahresmeisterschaft der 600 Oberländer Jungschützen.

Flankiert von den beiden Ehrendamen Sabrina und Corinne präsentierten sich die Neugewählten. Von links Simon Fuhrer als Vizefähndrich, Erich Schüpbach, Verbandsfähndrich, und Walter Reber, der neue Nachwuchschef.

Flankiert von den beiden Ehrendamen Sabrina und Corinne präsentierten sich die Neugewählten. Von links Simon Fuhrer als Vizefähndrich, Erich Schüpbach, Verbandsfähndrich, und Walter Reber, der neue Nachwuchschef.