43. Grund-Nachtslalom, BOSV-/SSM-Meisterschafts-Slalom, Berner-Cup

Grund-Nachtslalom unter prächtigem Sternenhimmel

Der 43. Grund-Nachtslalom konnte am Samstagabend, 23. Januar 2010 bei kühlen Temperaturen und unter einem klaren Sternenhimmel durchgeführt werden. BOSV-/SSM-MeisterIn im Slalom wurde bei den Damen Jana Reichenbach aus Lauenen und bei den Herren Ruedi von Känel aus dem Kiental.

Herren Elite und BOSV-/SSM-Meisterschafts-Slalom-Podest (v.l.): 2. Rolf Marmet, Lenk; 1. Ruedi von Känel, Kiental; 3. Björn Marmet, Lenk.

Herren Elite und BOSV-/SSM-Meisterschafts-Slalom-Podest (v.l.): 2. Rolf Marmet, Lenk; 1. Ruedi von Känel, Kiental; 3. Björn Marmet, Lenk.

Das regionale B-Rennen, welches zum Berner-Cup zählt, wurde kurzfristig als BOSV-/SSM-Meisterschafts-Slalom gewertet. Der dafür am Morgen vorgesehene Slalom in der Lauenen musste wegen Schneemangels abgesagt werden. Der Skiclub Grund – welcher schon den ganzen Tag im Einsatz des Interregionalen JO-Rennens war – organisierte den nur 35 RennfahrerInnen zwei faire Slalom-Läufe im selben Kurs. Um 18 Uhr konnten die TeilnehmerInnen ihr Können, am traditionellen Grund-Nachtslalom, bei Flutlicht unter Beweis stellen. Die schnellsten Tageszeiten fuhren bei den Damen Juniorinnen 1 Jana Reichenbach aus Lauenen und bei den Herren Elite Ruedi von Känel aus dem Kiental. Diese zwei sympathischen Sportler wurden auch zum BOSV-/SSM-MeisterIn im Slalom erkoren.

Stellvertretend für die alpinen RennläuferInnen wurden Jana Reichenbach und Rolf Marmet aus der Lenk ein paar Fragen zu ihrer Person und zum Skirennsport gestellt:

Wie bist du mit der laufenden Skisaison zufrieden?

Jana Reichenbach (JR): Dies ist mein erstes Slalom-Rennen (lacht), ich fahre nur noch zum Plausch.

Rolf Marmet (RM): Ich fahre hier erst mein zweites Rennen, da ich vollumfänglich als Skilehrer tätig bin.

Was machst du beruflich, wie sieht dein Training aus?

JR: Ich absolviere zurzeit einen Welschlandaufenthalt als Au-pair in Cormoret bei Biel. Danach fange ich die Lehre als Hotelfachangestellte an. Im Moment trainiere ich nicht gross, ich fahre jeweils die regionalen Skirennen an den Wochenenden.

RM: Im Sommer arbeite ich als Heizungsmonteur und im Winter bin ich Skilehrer. Ich trainiere kaum, bin aber fast jeden Tag auf den Ski.

Was ist dein sportliches Ziel?

JR: Da ich in den vergangenen zwei Jahren je ein Kreuzbandriss an beiden Knien erlitt, habe ich keine speziellen Ziele mehr. Ich möchte einfach nur noch Sport treiben und sportlich bleiben.

RM: Ich möchte den Level der alpinen Elite-Kategorie behalten.

Ist der alpine Skirennsport nicht mehr «in»? An was liegt deiner Meinung nach die geringe Teilnehmeranzahl der BOSV-Rennen?

JR: Die Selektion der Rennfahrer/innen ist extremer geworden. Der Trainingsaufwand ist grösser und für viele ist die Berufswahl vielleicht wichtiger. Entweder setzt man voll auf die Karte FIS-Skirennen zu fahren oder man macht es nur noch als Hobby zur Freude.

RM: Das habe ich mir auch schon überlegt. Als ich heute die vielen Zuschauer und die Ambiente in Kitzbühel sah dachte ich: der alpine Skirennsport ist doch noch sehr beliebt. Trotzdem – die FahrerInnen werden früher und jünger selektioniert. Viele Sportler wandern in den Freestyle- oder Skicross-Zirkus ab.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Nach dem Wettkampf und der Rangverkündigung wurden noch zwei Fruchtkörbe an die anwesenden Sportler verlost. Ein grosser Dank geht an die anwesenden Athleten, das Rennkomitee und die zahlreichen Helfer. Etliche Mitglieder des Skiclubs Grund sind seit mehr als zehn Jahren dabei und für die reibungslose Durchführung der Rennen mitverantwortlich. Wir hoffen, der alpine Skirennsport gewinnt wieder an Interesse. Gerade nach einem so erfolgreichen Wochenende wie für Cuche & Co. – in Kitzbühel – sollte dies ein Ansporn für die jungen Athleten sein. SC Grund
Anita Zmoos-Walker

Auszug aus der Rangliste

Damen 1: 1. Schwab Sylvie, 1989, Lenk, 1:24.60. Damen Juniorinnen 2: 1. Von Siebenthal Gaby, 1992, Saanen,1:23.52; 2. Graa Michaela, 1990, Gsteig-Feutersoey, 1:26.77. Damen Juniorinnen 1: 1. Reichenbach Jana, 1993, Lauenen, 1:22.82; 2. Würsten Fabienne, 1993, Saanen,1:23.17; 3. Ellenberger Ramona, 1993, Saanen, 1:30.09; 4. Von Grünigen Corinna, 1994, Schönried, 1:34.79; 5. Von Siebenthal Karin, 1993, Turbach-Bissen, 1:37.17. Herren A5: 1. Scarinzi Renato, 1957, Romand Bienne, 1:34.35; 2. Reymond Philippe, 1956, Lausanne, 1:40.54. Herren A4: 1. Wyss Jean-Philippe, 1960, Turbach-Bissen, 1:19.63. Herren A3: 1. Von Grünigen Christian, 1969, Grund, 1:20.24; 2. Reichenbach Peter, 1968, Grund, 1:22.89 2.65. Herren A1: 1. Michel Daniel, 1979, Grund, 1:22.65. Herren Elite: 1. Von Känel Ruedi, 1984, Kiental, 1:12.12; 2. Marmet Rolf, 1984, Lenk, 1:13.87; 3. Marmet Björn, 1991, Lenk, 1:14.06. Herren 2: 1. Von Grünigen Yvan, 1982, Grund, 1:15.32. Herren 1: 1. Mösching Benjamin, 1989, Turbach-Bissen, 1:15.53; 2. Marmet Patrick, 1988, Lenk, 1:16.63; 3. Von Siebenthal, Jörg 1989, Turbach-Bissen, 1:19.19. Herren Junioren 2: 1. Dellenbach Lukas, 1990, Bern, 1:15.44; 2. Marti Adrian, 1991, Frutigen, 1:16.95; 3. Kohler Sandro, 1992, SAK Haslital Brienz, 1:18.86; 4. Mösching Matthias, 1990, Turbach-Bissen, 1:24.08; 5. Fuhrer Mathias, 1991, Petit-Val, 1:31.67. Herren Junioren 1: 1. Grundisch Sandro, 1993, Gstaad, 1:18.32; 2. Schmid Lukas, 1994, Adelboden, 1:19.02; 3. Kohler Sven, 1994, Haslital Brienz, 1:19.13; 4. Egger Yanick, 1994, Frutigen, 1:20.66; 5. Perreten Pascal, 1994, Lauenen, 1:22.36; 6. Brand Adrian, 1993, Turbach-Bissen, 1:24.95.

Herren Elite und BOSV-/SSM-Meisterschafts-Slalom-Podest (v.l.): 2. Rolf Marmet, Lenk; 1. Ruedi von Känel, Kiental; 3. Björn Marmet, Lenk.

Herren Elite und BOSV-/SSM-Meisterschafts-Slalom-Podest (v.l.): 2. Rolf Marmet, Lenk; 1. Ruedi von Känel, Kiental; 3. Björn Marmet, Lenk.