Weltcuprennen in Val di Fassa

Joana Hählen beendete ihre Weltcup-Karriere in den Punkterängen

Für die Lenkerin Joana Hählen ist es alles andere als selbstverständlich, dass sie 13 Jahre lang ihren Traum vom Skirennfahren leben durfte. Am 8. März ist die 34-Jährige zu ihrem letzten Weltcuprennen angetreten und hat den Super-G im Val di Fassa auf dem 28. Rang beendet. Noch im Zielraum ist die Lenkerin vom aktiven Skirennsport zurückgetreten und blickt trotz mehrerer schwerer Knieverletzungen auf eine Laufbahn zurück, die von einer unbändigen Kämpfernatur und grosser Dankbarkeit geprägt war.

Angehörige und Freunde feierten vergangenen Sonntag Joana Hählen in Val di Fassa nach ihrem allerletzten Weltcuprennen.

Angehörige und Freunde feierten vergangenen Sonntag Joana Hählen in Val di Fassa nach ihrem allerletzten Weltcuprennen.

Vergangenen Sonntag war es so weit: Joana Hählen bestritt ihr letztes Weltcup-Rennen. Unter den Augen ihrer Liebsten, die zum Teil kurzfristig nach Italien gereist waren, schwang sie im Zielraum ab, winkte ein letztes Mal Richtung Tribüne und wurde von ihren Teamkameradinnen in die Mitte genommen, mit Blumen beschenkt und geherzt. Zahlreiche Weggefährtinnen nahmen von Joana Abschied, die im Athletenlager schlichtweg als «Sonnenschein» galt. Damit nahm eines der grössten Kämpferherzen und gleichzeitig eine der authentischsten Persönlichkeiten im Skizirkus ihren Abschied.

13 Jahre lang ihren Traum gelebt

Herz ist wohl das richtige Stichwort für die 34-jährige Lenkerin: Sie war während 13 Saisons das eigentliche Herz der Frauen-Speedgruppe von Swiss-Ski – war vor allem in der zweiten Karrierehälfte für viele ihrer Teamkameradinnen mit ihrem grossen Erfahrungsschatz, den sie gerne teilte, ausgesprochen wertvoll.

Nun fuhr sie vergangenen Sonntag im Val di Fassa ihre Dernière und erreichte in ihrem allerletzten Weltcuprennen Rang 28, wobei das Ergebnis in ihrem 167. Weltcuprennen nicht mehr wesentlich war: Nochmals die Geschwindigkeit geniessen, heil runterkommen und die letzte Ankunft in einem Weltcupziel so richtig auskosten, war mindestens ebenso wichtig.

Es war ein Abschied mit Ansage und ohne Bitterkeit. Als Joana Hählen nach ihrem letzten Weltcup-Auftritt im Zielraum stand, trug sie ein goldenes Krönli auf dem Kopf und ein Strahlen im Gesicht. «Ich bin glücklich, dankbar und auch ein bisschen froh, dass es jetzt vorbei ist», gestand sie im Interview mit SRF. Der Entschluss zum Rücktritt sei in der Woche zuvor gereift: «Es war einfach ein Bauchgefühl, das sagte: Jetzt reicht es, jetzt ist es fertig.»

…Kommentar überflüssig!

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