67. Internationale Inferno-Skirennen 2010 in Mürren

Sensationell: Mario Teuscher gewinnt zum dritten Mal nacheinander die Infernoabfahrt an den Internationalen Inferno-Skirennen 2010 in Mürren

Sensationell konnte sich Mario Teuscher aus Därstetten bereits zum dritten Mal nach 2008, 2009 als Inferno Abfahrtssieger feiern lassen, und so einen klassischen Hattrick erzielen, was bis anhin nur dem früheren Weltcupfahrer Kurt Huggler und dem Aroser Skirennfahrer Heinz Fringer gelang.

Jonas Siegfried aus Lenk.

Jonas Siegfried aus Lenk.

Der Därstetter Mario Teuscher ist erst der dritte Skirennfahrer in der 67-jährigen Geschichte des Infernorennens, der nacheinander die Infernoabfahrt gewinnen konnten. Eine grossartige Leistung des jungen Simmentaler Skirennfahrers, die Respekt und Anerkennung verdient.

Die jüngsten TeilnehmerInnen sind 18 Jahre alt (jüngstes erlaubtes Startalter), die ältesten sind 77 Jahre alt. Insgesamt nahmen rund 909 Schweizer, 465 Deutsche, 157 Engländer, 56 Österreicher sowie RennläuferInnen aus 20 Nationen wie Spanien, Singapur, Tunesien, Ungarn, Irland, Dänemark, Neuseeland, Luxemburg, Finnland, usw. teil.

In Anwesenheit mehrerer Fernsehstationen und Zeitungsjournalisten startete Rennleiter Thomas Gertsch bei Bilderbuch-Winterwetter um 8.50 Uhr das 67. Internationale Infernorennen in Mürren. Diese wollten alle beim Start des ältesten Rennfahrers Franz Sonderegger aus Mürren dabei sein, der mit 77 Jahren sein 51. Infernorennen bestritt.

Wiederum wagten sich gegen 75 RennfahrerInnen aus dem Simmental einmal mehr auf die wilde und teuflischste Abfahrt der Welt, dem Inferno-Skirennen in Mürren. Es bekam diesen Übernamen, weil, wenn der Teufel skifahren würde, er die Inferno-Abfahrt bestreiten würde. Dieses Rennen ist mit 15.9 km das längste Abfahrtsrennen der Welt und dasjenige mit der weltweit grössten Teilnehmerzahl.

Leider konnte wetterbedingt (zu wenig Schnee in Lauterbrunnen) die Originalstrecke nur zu zwei Drittel befahren werden. Mit gegen 10 km bleibt das Inferno-Skirennen auch so das längste Rennen.

Rennleiter Thomas Gertsch und OK-Präsident Ueli Stäger waren sich nach dem Rennen einig: «Wir sind glücklich über den wunderbaren Tag, es gab nur ein paar wenige kleinere Unfälle und die Verhältnisse waren einfach perfekt!»

In diesem Jahr wurde die Zeit zum ersten Mal elektronisch gemessen. In jeder einzelnen Startnummer war neu auf der Innenseite ein Transponder angebracht. Die Zwischenzeiten sowie die Endzeit wurden anhand eines in den Schnee eingebauten Teppichs elektronisch erfasst. Christoph Lang

Resultate der Fahrer aus dem Simmental (erste 300)

Hauptklasse (18–34 Jahre): 1. Teuscher Mario, 1985, Därstetten, 7.30.03; 4. Zürcher Patrick, 1987, Latterbach, 7.40.03; 13. Klopfenstein Nils, 1988, Oberwil, 7.49.16; 29. Minnig Matthias, 1975, Horboden, 8.01.40; 38. Mani Roland, 1977, Horboden, 8.07.44; 44.. Niederhauser Jürg, 1980, Boltigen, 8.11.46; 80 Wittwer Rolf, 1985, Horboden, 8.24.09; 81. Kunz Marc, 1986, Därstetten, 8.24.13; 87. Lempen Stephan, 1985, Lenk, 8.28.50; 97. Niederhauser Hans, 1977, Zweisimmen, 8.32.16; 104. Rieben Andreas, 1988, Lenk, 8.37.10; 118 Siegfried Jonas, 1987, Lenk, 8.44.36; 150. Grünenwald Stefan, 1979, Matten, 8.58.53; 181. Hiltbrand Marcel, 1978, Därstetten, 9.10.34; 217. Rieben Andreas, 1988, Lenk, 9.29.50; 235. Wampfler Patrick, 1989, Lenk, 9.39.64; 241. Kunz Alain, 1991, Latterbach, 9.41.46; 270. Kunz Lorenz, 1992, Därstetten, 9.58.28; 289. Bowee Florian, 1990, Lenk, 10.13.63.

Herren Senioren I (35–49 Jahre): 2. Moser Markus, 1968, Erlenbach, 7.38.24; 4. Mani Jürg, 1968, Oey, 7.40.43; 15.Mani Ueli, 1964, Därstetten, 8.02.91; 25. Rösti Hermann, 1971, St. Stephan, 8.08.07; 57 Kammer Emanuel, 1969, Boltigen, 8.25.66; 103. Siegenthaler Stefan, 1969, Latterbach, 8.40.78

Gentlemen (60 und älter): 8. Vogt Markus, 1948, Horboden, 10.38.14.

Damen I (18–34 Jahre): 9. Rohrer Corinne, 1982, Latterbach, 9.10.10; 17. Kronegg Evelyn, 1989, Lenk, 10.09.72; 18. Freidig Madlaina, 1985, Lenk 10.14.70; 50. Schwob Evelyn, 1982, Lenk, 12.49.27.

Mario Teuscher aus Därstetten.

Mario Teuscher aus Därstetten.

Markus Moser im Ziel.

Sensationell: Mario Teuscher gewinnt zum dritten Mal nacheinander die Infernoabfahrt an den Internationalen Inferno-Skirennen 2010 in Mürren

Vielleicht war es die Unterstützung seiner Freundin, die Mario zum Sieg verholfen hat.

Mario Teuscher aus Därstetten.

Mario Teuscher aus Därstetten.