Europacup und Snowgames in Zweisimmen
Spektakel pur im Obersimmental
Ein guter Start ist wichtig, das Überholen auf der Pist ist nicht einfach.
Am Wochenende wurde in Zweisimmen, bei herrlichem Wetter und besten Schneeverhältnissen, mit dem Europacup die Coop-Skicross-Tour 2010 eröffnet. Trotz dem Ausscheiden der Lokalmatadoren Silvio Eggen und Thomas von Gunten zeigten die Schweizer Skicrosser eine starke Leistung: Drei der vier Finalteilnehmer waren Swiss-Ski-Fahrer. Auch am Skicross Open vom Sonntag waren die Schweizer wieder stark und belegten die Plätze zwei und drei.
Am Samstagabend wurde an den Snowgames der Winter einmal mehr ausgiebig gefeiert: Mountainbike-Downhill, Hornschlitten-Rennen, Snow-Bike-Demo und der Freestyle-Contest sorgten für die richtige Mischung. Die Guggenmusik «Goudhubu Quaker» untermalte den Abend musikalisch.
FIS-Europacup der Coop-Skicross-Tour
Zweisimmen ist bei den Skicross Athleten im Europacup einer der beliebtesten Tourstopps. Der viert platzierte Berner Oberländer Daniel Kusy freute sich sehr in Zweisimmen anzutreten. «Es ist immer ein lustiges Rennen hier, mit dem Ziel direkt im Dorf. Zudem gibt es jeweils viele Zuschauer.» Am Samstag sorgten die rund 1000 Besucher für eine einmalige Atmosphäre.
Stärkster Fahrer des Wochenendes war der Bündner Alex Fiva. Er konnte das Europacup-Rennen am Samstag für sich entscheiden. Er setzte sich im Final vor dem Franzosen Arnaud Bovolenta und den beiden Schweizern Gregor Fritsche und Daniel Kusy durch. Pech im Europacup hatten die beiden Lokalmatadoren Silvio Eggen und Thomas von Gunten, welche beide nach einem Sturz ausschieden. Der einheimische Qualifikationssieger Eggen schied in den Achtelfinals aus. «Mister Rinderberg» Thomas von
Gunten, Sieger der letzten drei Jahre, schied im Viertelfinal aus. Bei den Damen gewann die Österreicherin Clara Marsan vor Helena Galland (FRA), Karolina Riemen (POL) und Huber Theresa (GER). Von den gestarteten Schweizerinnen erreichte keine die Finalläufe.
Snowgames
Am Abend eröffnete die Seeländer Guggenmusik «Goudhubu Quaker» die Snowgames mit einem ersten kurzen Intermezzo. 67 Wagemutige stellten sich beim Mountainbike Downhill der 3,5 km langen und beleuchteten Strecke. Nach einem wilden Ritt gewann mit hundert Meter Vorsprung Andy Schäfer. Das Platzkonzert der 40 Guggenmusiker brachte die Zuschauer je nach Lied zum Schunkeln, Hüpfen oder Mitsingen. Mit ihrer Cowboy-Verkleidung passte die «Gugge» zu den wilden Rennen der Snowgames. Mit Spannung wurde das anschliessende Hornschlitten Rennen erwartet. Hier dominierte auch dieses Jahr der Hornschlitten Club Gstaad. Das junge Team Michi Hefti / Dominik Kübli fand die beste Linie und gewann mit 25 Sekunden Vorsprung. Nach den Hornschlitten erschienen am Sternenrain die Geary-Snowbike-Fahrer. Die voll gefederten Snowbikes nützen anstelle von Rädern Miniskis um sicher und rasant die Hänge zu bezwingen.
Als Abschluss wurde den Anwesenden der 2. «schneefall»-Freestyle-Contest geboten. Selten kann man die wagemutigen Sprünge der Freestyler so nah wie in Zweisimmen erleben. Bei den Snowboardern gewann Nick Fehr, bei den Freeskiern Ole Tobias Schwarz. Beide überzeugten jeweils mit stylischen und kontrollierten Sprüngen. Bei den U16 Freeskiern war der 11-jährige Janis Ueltschi der Beste. Mit einem Frontflip und einem 720° gewann er eindrücklich seine Kategorie. Das abschliessende Feuerwerk und die anschliessende Snowgames Party bildeten einen würdigen Abschluss der Abendveranstaltung.
Skicross Open
Am Sonntag konnte am Skicross Open jeder Rennluft schnuppern. Trotz der eher schlechten Wetterprognose fuhren die 168 Teilnehmer bei besten Bedingungen. Bei den lizenzierten Männern überzeugten wiederum die Schweizer. Alex Fiva wurde zweiter, Gregor Fritsche dritter. Nur der Slowene Flisar Filip war noch schneller. Bei den Frauen war die Tschechin Prochazkova Brabora (CZE) die Schnellste. Bei den nicht lizenzierten Männern gewann Peter Schmid, der Bruder des Skicross Weltcup Leaders Mike Schmid, überlegen vor dem Einheimischen NicolasMoser. Patrick Bauer (OK-Präsident)
Kopf an Kopf dem Ziel entgegen.
Nur je die ersten zwei Fahrer kamen eine Runde weiter.
Ein guter Start ist wichtig, das Überholen auf der Pist ist nicht einfach.