Masseneinwanderungs-Initiative nein, weil unzeitgemäss!
Antwort auf den Bericht «Masseneinwanderungs-Initiative» und Leserbrief «Gegen masslose Einwanderung» von Thomas Knutti.
Würde diese Initiative angenommen, kommt die Schweiz einmal mehr in arge diplomatische Schwierigkeiten.
Dies insbesondere mit unseren unmittelbaren Nachbarländern in der EU und mit der EU. Von dort kommen die zahlreichsten und willkommenen Feriengäste in unser Land, vermehrt auch von Neumitgliedern, trotz dem so genannt teuren Franken.
Zahlreiche Schweizer und Schweizerinnen haben in den letzten Jahren in diesen Ländern eine qualifizierte Arbeit gefunden und leben dort mit Familie, so wie es die bilateralen Abkommen vorsehen. Bekanntes Beispiel ist Josef Ackermann, als langjähriger und erfolgreicher Chef der deutschen Bank. (Er finanziert nun einen Lehrstuhl an der Universität St.Gallen mit 3 Mio.) Einführung von Kontingenten ohne Recht auf Familiennachzug ist menschenrechtlich nicht vertretbar, für Schweizer wie für Bürger aus anderen Staaten und führt zu mehrschichtigen sozialen Problemen.
Wir sind auf ein gutes Einvernehmen mit der EU angewiesen, das ist unbestritten. Dass wir voll mitschwimmen ist offensichtlich am Währungskurs. Seit der Wechselkursuntergrenze zum Euro hat sich das Währungsproblem stabilisiert, mit anderen Worten, der Schweizerfranken ist faktisch zwangsläufig an den Euro gekoppelt.
Wer sich aus diesen in zähen Verhandlungen und letztlich ausgewogenen Verbindungen lösen will, ist sich der Risiken plötzlich abseits zu stehen, nicht bewusst. Österreich ist bestens gerüstet, um all die Gäste mit Handkuss aufzunehmen, derweil unsere Hotels, Bergbahnen und Einrichtungen dem Verfall ausgesetzt würden.
Die Iglu-Zeiten sind vorbei; die Schweiz ist mitten im Weltgeschehen, beherbergt wichtige Teile der UNO, des Weltfussballverbandes, das Olympische Komitee usw., hat Weltkonzerne wie Nestle, Novartis, Roche, Omega-Swatch um nur einige zu nennen.
Daher keine unnötigen Risiken und Negativschlagzeilen mit einem entscheidenden NEIN zur schädlichen Masseneinwanderungs-Initiative!
Walter von Dach, Hilterfingen