Leserbriefe

02.01.1980

10 Jahre Zusammenarbeit mit GST

Die Generalversammlung von Zweisimmen Tourismus hat beschlossen, die Zusammenarbeit mit GST (Gstaad Saanenland Tourismus) zu überprüfen, was in einer Partnerschaft ein natürlicher und selbstverständlicher Prozess ist. Sepp Kopp hat dies zu einem Kommentar benutzt und zugleich eine strenge Analyse gemacht. Aus dieser Sicht verschwört sich seit Jahren alles gegen Zweisimmen, der Ort sei tief in der Krise und der Feind ist das Saanenland. Sollte diese Position, die auch viele Lokalpolitiker verinnerlicht haben, nicht endlich aufgegeben werden? Ich meine, dass Zweisimmen uns eine hohe Lebensqualität und Freizeitqualität bietet. Die Stärken sind jedoch nicht so sehr auf den Tourismus fokussiert, wie an der Lenk oder in Gstaad. Dies belegt eine Studie zur Bedeutung des Tourismus im Berner Oberland von Dr. Heinz Rütter. Es erstaunt deshalb nicht, dass in Zweisimmen der Wille zu touristischer Spitzenleistung nicht so intensiv gelebt wird, wie andernorts. Und wir sollten die Schuld an diesem Manko nicht anderen in die Schuhe schieben. Es ist nicht wegen GST, dass bei uns die Logiernächte sinken. Vom bescheidenen Übernachtungsangebot her haben wir zudem seit Jahren «normale» Gäste und nicht «Abgehobene» (Zitat Kopp). Wenn unsere Gäste im Sommerurlaub in der Türkei oder in Österreich Topservice geniessen, lässt die Qualität unserer Gastronomie diese im Winter bei uns nur wundern. Auch dies ist nicht die Schuld von GST. Tourismus bedeutet nicht nur Bergbahnen und Hotels. Gäste hätten sich bestimmt gefreut, wenn am Gründonnerstag die Läden in Zweisimmen nicht schon um 17 Uhr geschlossen hätten.mehr...

Leserbriefe

02.01.1980

Wie «man» Befürworter verhindert

Es stimmt sehr sehr nachdenklich, wie leicht es einem Menschen fallen kann, alle, die nicht genau so denken wie er selber, als «Gutmenschenbrei» zu brandmarken, nicht im stillen Kämmerlein, sondern öffentlich in einem Leserbrief.mehr...